News

  • 8b+ bloc und mehr
  • Begehungen und Neutour
  • Neu: Kletterkalender "Zeit im Griff 2018"
  • Arbeitseinsatz Schriesheimer Steinbruch
  • Neue Außenkletterwand der Kletterhalle Heidelberg

Bild aus Archiv

Chulilla

Neueste Kommentare


Newsfeeds dieser Seite einbinden

Weblogs

Weblogs als Anrißtexte, sortiert nach Einstellungsdatum.

Klettern an den Desert Towers in der Wüste bei Moab(Utah)

Es begann alles mit einem Foto, das Jürgen mir zeigte. Ein schlanker majestätischer Turm aus rötlichem Sandstein mit glatten senkrechten Wänden in einem Wüsten-Canyon war zu sehen. Der Moses Tower im Tayler Canyon im Canyonlands Nationalpark in Utah. Dieses Bild brannte sich ein und der Traum war geboren.

Irgendwann später: Wir (Jürgen und Krille) lagen in der Dämmerung im Schlafsack unterhalb des Castleton Towers. Der Typ im Kletterladen von Moab hat uns diesen ruhigen Campground empfohlen. Sehr ruhig war es dann auch, denn der Campground bestand im Wesentlichen aus einem Hinweisschild „keinen Abfall zu hinterlassen“. Aber wir haben sehr schön mit direktem Blick auf den Castleton Tower unter freiem Himmel genächtigt.
Der Castleton Tower war auch unser Ziel für den nächsten Tag.
Wegen der zu erwartenden Tagestemperaturen war frühes Aufstehen angesagt. Aufstieg im Dämmerlicht, die ca. 300 Höhenmeter den Schuttkegel hoch sahen aus wie „ein Schritt vor und zwei zurück“, es ging aber wesentlich leichter.

Klettern im Frühling auf Korsika

Irgendwann geht endlich der Winter zu Ende. Da kommt die Frage nach Kletterzielen auf. Was sollte denn so ein Idealziel im Frühling außer Sonne und Wärme noch alles bieten:

- gut abgesicherte Sportklettereien in Klettergärten mit Sonnen und Schattenausrichtung in landschaftlich schönen Lagen
- Mehrseillängen sowohl gut abgesichert um sich wieder an das Metier zu gewöhnen aber auch was zum selber Legen
- natürlich mit moderaten Zustiegen
- verschiedene Gesteinsarten wären noch gut
- und für Ruhetage was zum biken und baden
- das Ganze nicht übervölkert
- und für den Geldbeutel im erträglichen Rahmen.

Dazu fällt mir spontan das Gebirge im Meer – Korsika- ein. Die Insel der Schönheit (île de beauté) hat neben hochalpinen Regionen, duftenden Kiefernwäldern, Gebirgsseen, Badegumpen in klaren Flüssen, sanften Hügellandschaften mit Olivenhainen, Badebuchten mit glasklarem, tiefblauen Wasser auch viele schöne Klettermeter zu bieten.

Klettern in Kuba, Vinales

Klettern im Land von Salsa, Rum und Zigarren

Eher durch Zufall kam ich diesen Winter zum Klettern nach Kuba. Zugegeben Kuba interessierte mich seit längerem doch kam ich nun durch meinen entscheidungsfreudigen Kletterpartner in den Genuß einen Teil Kubas kennen zu
lernen und zu sehen.

Nach neuneinhalb Stunden Flug von Paris kamen wir in Havana an. Nach drei Tagen Aufenthalt und Sightseeing der wirklich interessanten Hauptstadt Kubas ging es mit einem Viazul Bus Richtung Westen ins ca. 170 Kilometer entfernte Vinales, dem kubanischen Kletterspot.
In der Hauptregion des Tabakanbaus der Provinz Pinar del Rio gelegenen Ortes Vinales, wurden wir als Touristen beim Ausstieg aus dem Bus schon von einer Traube Menschen erwartet die uns ihre Casa Particular als Unterkunft anboten. Da wir uns im Voraus schon mit dem Casa von Oscar in Verbindung gesetzt hatten beschieden wir alle mit einem freundlichen "No Gracias tenemos". Wir haben dann auch bald zum Casa Oscar gefunden, wo uns dieser schon erwartete und gleich eine Flasche Rum bereitstand. Bei Oscar, selbst mit dem Klettern nichts zu tun, hat sich doch eine Art Klettertreff entwickelt. Wie es der Zufall so wollte waren die ersten auswärtigen Kletterer bei Ihm zu Gast..... Unterkunft und Verpflegung sowie Freund- und Herzlichkeit - todo perfecto.
Nachdem die Flasche leer war haben wir dann auch unser Zimmer bezogen und dann gabs auch schon bald Abendessen.

Klettern in der Sonne Teneriffas

Klettern in der Sonne Teneriffas - Nicht der beste Fels der Welt, aber garantiert das beste Wetter

Herbstwetter und verfrühter Wintereinbruch - also auf in sonnige Gefilde! Da war doch so ein Artikel in einer Kletterzeitschrift mit Fotos von roten sonnigen Basaltfelsen auf einer Insel. Na das klingt doch nach klettern in der Sonne, baden,  südlicher Gelassenheit, einfach nach Urlaub. Also auf nach Teneriffa dem Vulkangebirge im Meer.
So sind wir Mitte Oktober auf Teneriffa unterwegs ins größte Klettergebiet Arico. Selbiges liegt wie die meisten Klettergebiete im südlichen Teneriffa in einer Schlucht. Wir steigen hinab in die Schlucht, ah da sind schon die ersten Bolts und der Umlenker ist auch schon zu sehen. Na ja, das sind zwar bloß 6 - 7 Klettermeter, aber wir sind ja erst am Anfang der Schlucht. Ok, weiter hinten werden die Routen länger, aber mit unserem 70 m Seil sind wir doch deutlich überequipt. Für den oberen Teil der Schlucht von Arico reicht ein 40m Seil. Im unteren Teil sind die Routen etwas länger aber auch deutlich steiler. Unter 6b ist da nichts zu holen und gutes Hallentraining zahlt sich hier aus.  Der Basalt von Arico ist glatt und hat als spezielle Besonderheit viele Löcher aufzuweisen. Der Routenverlauf ist von weiten sichtbar durch die vielen Chalkspuren. Gutes Stehen ist angesagt und neu für mich war, dass Basalt auch abspecken kann.

Wochenende in Ettringen

200 Kilometer nordwestlich von Heidelberg, in der Eifel zwischen Mayen und Ettringen liegt ein interessantes Klettergebiet im Basalt - das Ettringer Lay. Lays werden die dortigen Abbausteinbrüche bezeichnet die ca. 30 Meter ab der umgebenden Landschaft, ähnlich riesigen Löchern, in die Tiefe gehen. Um Mayen und Ettringen gibt es einige Lays in denen der Basalt abgebaut wurde. Der Basalt entstand aus vulkanischen Eruptionen. Die flüssige Lava ergoß sich in die Täler und verfüllte diese, erkaltete dort langsam und bildete die für Basalt typische Form der hexagonalen Säulen aus. Bedingt durch diese Form kommt es dann zur charakteristischen Riss-, Verschneidungs- und Kantenkletterei an den durch den Abbau entstanden Wänden und Türmen. Viele der stillgelegten Steinbrüche sind zum Klettern erschlossen. Das Ettringer Gebiet mit mehr als 600 Touren ist das Größte vor Ort und trotz Steinbruch ist das Gestein erstaunlich fest. Lediglich die Auflage ist lose deswegen sollte nicht ausgestiegen werden.

Salbit Westgrat - ein Traum aus Granit

38 Seillängen mit insgesamt 1340 Klettermetern unterbrochen von 7 mal abseilen, das  ganze verteilt auf 6 Türme und garniert mit herzhaften Rissen und gewürzt mit etlichen schwierigen Passagen und nicht wenigen Seillängen im 6. Grad. Das sind die nüchternen Fakten vom Salbit Westgrat.  Etwas Vergleichbares in dieser  Felsqualität in den Alpen zu finden ist schwer.

Mit etwas Glück haben wir (Leo + Krille) ein passables Wetterloch für dieses Vorhaben gefunden. Montagnacht bei Regen im Göschener Tal übernachtet. Dienstag mit aufsteigendem Nebel 1000 m Aufstieg zur Salbit Hütte und dann noch die 2 Stunden weiter zum Biwak. Aha, wir waren nicht allein. Das Biwak war mit 8 Leuten belegt und eine italienische Seilschaft turnte in der 1. Seillänge des Westgrates herum.  Auch wir fixierten die 1. Seillänge für den kommenden Morgen.

Klettern im Sektor Supercrack, Ziegelhausen 3

Seit 01. August ist im Sektor Supercrack in Ziegelhausen 3  das Klettern wieder für ein halbes Jahr erlaubt

1. August, Stichtag um wieder in Ziegelhausen in den Sektoren Batman und Supercrack zu klettern. Die beiden Sektoren sind jährlich vom 31. Januar - 31. Juli gesperrt.

Schon geraume Zeit juckt es in den Fingern den Sandstein wieder zu krallen. Nicht dass wir keinen Sandstein all die Zeit über geklettert sind - die Pfalz ist nicht weit, der Riesenstein vor der Haustüre, dennoch ist der frühere Sandsteinbruch im Neckartal mit seinen kleinen Kanten und Löchlein etwas Besonderes. Der alte Sandsteinbruch der schon Anfang des 20. Jahrhunderts aufgelassen wurde, kann die besten Routen um Heidelberg aufweisen. Schon 1979 wurde von Güllich und Mühe der Supercrack 7, durchstiegen. Es folgten bis 1981 alle natürliche Linien, hauptsächlich in Rissen in den Sektoren Supercrack und Knifeblade. Einige wenige Wandtouren wurden im Toprope bis 8+ begangen.
Beteiligt waren hierbei in der Hauptsache R. Mühe und C. Stiegler doch waren auch R. Karl und J.Wilz dabei. Kurze Zeit später wurden dann auch die Wandpartien im Sektor Knifeblade von A. Heep und Freunden eingebohrt. Der Sektor wurde dann Mitte der 90er Jahre zum NSG und ganzjährig gesperrt und besitzt heute keine fixe
Absicherung mehr.

Klettern in Rodellar

Das Klettergebiet Rodellar zählt  zu einem der besten Gebiete weltweit


Rodellar
- Dorf am Rande der Schlucht von Mascún, inmitten der Sierra de Guara im nördlichen Aragon. Noch vor  nicht all zu langer Zeit wurde das Dorf von nur noch wenigen Familien bewohnt, doch das änderte sich als Outdoor - Begeisterte allen voran Kletterer und Canyoning-Aktive ins Dorf kamen.
Kletterer erkannten das enorme Potential an Kletterrouten in der direkt unterhalb von Rodellar gelegenen Schlucht von Mascun. In wenigen Gehminuten sind die Klettersektoren erreicht, das Gebiet liegt dort praktisch vor der Haustür.
Über Jahrmillionen hat sich der Bach in den Kalk gefräßt und in den Mäanderschlingen hohe Wände mit vorwiegend überhängenden Bereichen in verschiedenen hohen Ebenen erschaffen die im Nachhinein eine Versinterung erfuhren.
Bis zu 50 Meter ausladende Dächer gespickt mit Stalaktiten und Sintern machen das Klettergebiet zu einem Mekka der athletischen Ausdauerkletterei.

Klettern im Tessin

Eigentlich wollte ich schon lange mal etwas übers Tessin schreiben, da es mithin eines meiner favorisierten Gebiete ist und dieses Jahr Ostern war ich wieder dort und wollte nun schon lange drüber geschrieben haben. Doch wie es so kommt keine Zeit.... anderes zu tun...
Nun jetzt hab ich was geschrieben, wenn auch etwas spät und es war an Ostern Smile

Da das Osterfest etwas später im Jahr lag und für Südfrankreich die Zeit fehlte wurde relativ kurzfristig und nach viel Überzeugungsarbeit das Tessin als Ziel ausgemacht.
Nicht das erste Mal dass ich im Tessin zum Klettern oder Bouldern bin, nein ich war auch schon zum Radfahren hier :-), ist es immer wieder gut diesen Gneis zu spüren der eine meist gigantische Haftung an Slopern, kl. Kanten, Auflegern gewährleistet.
Tessin ist nicht nur der südlichste und sonnenverwöhnteste Kanton der Schweiz, nein es hat auch italienisches Flair und ab und zu heftige Gewitter.

Klettern in El Chorro, Andalusien, Spanien

da ich mich letztes Jahr für einige Zeit im Süden in der Vertikalen bewegt habe, hier nun ein Überblick über das Klettern in El Chorro.

El Chorro - eines der schon lange erschlossenen Klettergebiete in Andalusien hat an Attraktivität, Ambiente und vor allem schönen Klettermetern nichts verloren. Die eine oder andere Tour hat im Laufe der Jahre, wie im Kalk so üblich, gelitten und kommt da etwas glatt daher insbesondere dann wenn Anfahrts oder Zulaufwege nicht weit sind. Doch dafür ist jede Menge an Neuland dazugekommen.