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Fitz Roy

Dörte Pietron, Rolando Garibotti: Zweite Wiederholung von 'Ensueno' am Fitz Roy

 

Dörte Pietron und Rolando Garibotti machen die zweite Wiederholung von 'Ensueno' (1600m, 6c) am Fitz Roy. In 2 1/2 Tagen von Chalten und zurück (8.2./9.2.). Insgesamt 28 Stunden für die Route inklusive 8 Stunden Schlaf im Biwak.
Die Route verläuft zwischen der Supercanaleta und dem West-Südwestpfeiler, folgt mehreren Risssystemen und bietet ziemlich ausgesetzte und schlecht absicherbare Plattenkletterei.

Der Wetterbericht war gut für zwei Tage, aber nur mit Fragezeichen für den dritten Tag vorhergesagt. Die zwei überlegten noch bis fünf Minuten vor Aufbruch ob sie überhaupt starten sollen. Sie hatten Glück und waren schneller als gedacht und standen schon am zweiten Tag, dem 9.2. um 17:30 Uhr auf dem Gipfel. In fünf Stunden dann über die Franco-Argentina abgeseilt und dann während des Abstiegs noch einmal am Paso Superior biwakiert. Nur mit leichten Trekkingschuhen und Alusteigeisen unterwegs, um Gewicht zu sparen, mussten sie sich aber beim Balancieren über einen ausgesetzten und vereisten Schneegrat während des Abstiegs einmal fürchten.

Die Route wurde erstmalig von Mauro Girardi, Lorenzo Nadali and Andrea Sarchi in fünf Tagen vom 22. - 26. 01. 1995 durchstiegen.
Die letzten sieben Seillängen teilt sich die Route mit der Supercanaleta.

 

Ensueno am Fitz Roy

 

 

Verlauf der Route Ensueno am Fitz Roy

Mehr Infos über Route und deren Geschichte bei pataclimb.com 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fitz Roy und Cerro Torre in 5 Tagen

Von Dörte Pietron erhielt ich vor einigen Tagen eine persönliche Zusammenfassung der Ersteigung von Fitz Roy über die Supercanaleta und des Cerro Torres über die Kompressor Route:

Text: Dörte Pietron, Photos: Rolando Garibotti

Das Wetter in Patagonien ist bekanntermassen fast immer scheußlich. Mitte Oktober habe ich bei meinem täglichen Studium der Wetterkarten jedoch ein außergewöhnlich starkes Hochdruckgebiet über Neuseeland entdeckt. Nachdem ich es eine Woche lang auf seinem Weg in unsere Richtung beobachtet hatte, ließ ich mich zu der Prognose "in zwei Wochen kriegen wir gutes Wetter" hinreißen. Dann zwei Tage vor seiner lang ersehnten Ankunft fiel plötzlich über Nacht ein halber Meter Schnee und alles war weiß. Da war guter Rat teuer, was kann man wohl Klettern bei diesen Verhältnissen?

Nach viel Hin und Her entscheiden wir uns für einen Versuch am Fitz Roy über die Supercanaleta, die einzige Route die bei diesen Verhältnissen Sinn macht. Für den Zustieg fügen wir vorsichtshalber dem ohnehin schon schweren Rucksack noch ein paar Ski hinzu und machen uns auf den Weg.

Dörte Pietron klettert Supercanaleta am Fitz Roy

Dörte Pietron kletterte vor einigen Tagen das Supercouloir am Fitz Roy in Patagonien.

Zusammen mit Rolando Garibotti wurde der Auf- und Abstieg Bei schlechten Eisverhältnissen in 24 Stunden von Biwak zu Biwak bewältigt.
Das Supercouloir ein schmaler Schlauch mit Eis und Mixedkletterei, 1600 Meter, 6a+, bis zu 85 Grad steil, teilt visuell die Westseite des Fitz Roy (3405 m).

Mehr Informationen über die Route und Topo bei Pataclimb.com

Das gute Wetter nutzend sind die zwei dann nach einem Ruhetag noch über die Kompressor Route auf den Cerro Torre. Im Aufstieg wurde dann noch aufgeräumt.

Von den im letzten Sommer von David Lama's film Crew und Red Bull gebohrten Haken wurden 17 oberhalb der Schulter entfernt. Es stecken aber noch mehr Haken im Fels, entgegen den von David Lama angegebenen 12 gebohrten Haken. Die konnten dann aufgrund von Dunkelheit im Aufstieg bzw. schon wieder schlechtem Wetter im Abstieg nicht mehr entfernt werden.

Details von Rolando Garibotti auf Supertopo.com .