News

  • Was ging am Fels....
  • Thomas Huber - Sehnsucht Torre, 20.11.2016 Stadthalle Heidelberg
  • EUROPEAN OUTDOOR FILM TOUR 16/17 ab 07.10.2016
  • 20 . Offene Rheinland - Pfalz - Meisterschaft 2016 im Lead, Frankenthal 17.09.2016
  • Zwei Boulder dazu am Schiessplatz

Bild aus Archiv

Restonicatal Monte Leonardo Bella Chiao

Neueste Kommentare


Newsfeeds dieser Seite einbinden

Info zur Situation im Klettergebiet Ziegelhausen 3

Anfang des Jahres wurde im gesamten Sektor Knifeblade des Klettergebiets Ziegelhausen 3 die Haken abgeflext. Auftraggeber war das Regierungspräsidium Karlsruhe - es wurde berichtet siehe u.a. Ziegelhausen 3 ausgenagelt / Statement Heidelberger Kletterer
Im Oktober gab es nun wieder eine Sitzung mit dem RP Karlsruhe, AG Klettern, DAV Heidelberg und Naturschutzverbänden. Im Neuen "Seilriss" - der Zeitung der AG Klettern (Nr. 22) gibt es nun eine aktuelle Information von C. Kohl, dem Vorsitzenden der AG über die dortigen Beschlüsse. Die Hauptbestandteile des Textes gebe ich hier nun nochmal wieder und der gesamte Text wird in einiger Zeit wohl auch auf der Homepage der AG Klettern im dortigen Seilrissarchiv abzurufen sein.

Aktuelle Informationen der AG Klettern & Naturschutz im Odenwald e.V. zur Situation im Heidelberger Klettergebiet Ziegelhausen 3, Sektor "Knifeblade"

.........

Aus einer Sitzung von Regierungsbehörden, AG Klettern, DAV Heidelberg und Naturschutzverbänden am 16.Oktober 2009 im Regierungspräsidium Karlsruhe ergeht folgender Beschluß:
"Das ganzjährige Kletterverbot im Klettergebiet Ziegelhausen 3, Sektor Knifeblade bleibt bis auf weiteres bestehen.
Die AG Klettern und der DAV erstellen eine Liste über weitere, derzeit nicht bekletterte Felsbereiche im Umkreis von Heidelberg die zukünftig für den Klettersport genutzt werden können und reicht diese beim Regierungspräsidium in Karlsruhe ein. Dieses prüft dann (auch in Zusammenarbeit mit weiteren Naturschutzverbänden) ob diese Felsen / Felsbereiche für den Klettersport freigegeben werden können."

Um einen Bestandsschutz für die derzeit freigegebenen Kletterrouten in den Gebieten von Ziegelhausen zu gewährleisten, ergeht von der AG Klettern und dem DAV der dringende Appell an alle Kletterer, im Sektor Knifeblade in Ziegelhausen 3 nicht mehr zu klettern. Weiter sind die Sperrzeiten in den anderen Sektoren unbedingt zu beachten.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird in seiner Funktion als Polizeibehörde das Einhalten der Kletterregelung überwachen und Verstöße zur Anzeige bringen. Weiter hat die Behörde unmissverständlich klargemacht, dass Verstöße gegen die Kletterregelung eine Sperrung weiterer Routen bzw. Felsbereiche zur Folge haben kann.

...........

Wer diesen Artikel aufmerksam gelesen hat , dem fällt auf, dass die derzeit sicher nicht zufrieden stellende Situation auch als Chance zu sehen ist. Diejenigen die sich zukünftig strikt an die Einhaltung der Kletterregelung halten, haben diese Chance ergriffen; diejenigen, die sich zukünftig darüber hinwegsetzen, schaden dem Klettersport in Heidelberg.

Die AG Klettern und der DAV bitten hier um aktive Mitarbeit und rufen dazu auf jedem Verstoß entgegen zu wirken.

Soweit zu dem Text im neuesten Seilriss, Seite 6.

De Facto hat sich nichts geändert mit der Sitzung. Die Tatsachen wurden nochmals bestätigt.
Erstmal klingt das Angebot des RP "eine Liste über derzeit nicht bekletterte Felsen und Felsbereiche" zur erstellen um diese dann zu überprüfen ob selbige zum Klettersport freigegeben werden können, attraktiv. Leider dürften sich weitere Felsformationen für die Ausübung des Klettersports kaum finden lassen und an den lohnenden Felsen neckaraufwärts brütet der Falke. Man könnte geneigt sein das Angebot als Farce zu sehen.

Alternativ könnte ja eine ganzjährige Freigabe für den Sektor Supercrack zu prüfen sein oder eine Erweiterung von Ziegelhausen 2 in den rechten Wandbereich, also eine Erweiterung nach Osten. Mit solch einer Alternative kann sich vorgestellt werden dass die den Klettersport ausübenden Heidelberger Bürger dauerhaft auf den Sektor Knifeblade verzichten könnten.

Weiter können die Missachtung von Sperrzeiten bzw. dem Kletterverbot in Sektor Knifeblade mit Sperrungen von weiteren Felsbereichen geahndet werden. Das heißt die zeitlich begrenzten oder unbegrenzten Klettermöglichkeiten in Ziegelhausen sind nicht so sicher wie im Voraus betont wurde. Also falls es ein oder mehrere schwarze Schafe gäbe, ein Ortsunkundiger Kletterer oder gar ein Spaziergänger Hand an den Felsen legen sollte dann könnten Massnahmen ergriffen werden die nächsten Sektoren zu sperren. Sozusagen Kollektivstrafe, "einer hats verbockt alle müssen drunter leiden".
Ob dadurch diese Situation als Chance gesehen werden kann?

Positiv zu erwähnen ist die Einrichtung eines runden Tisches der verschiedenen beteiligten Parteien und der Einsatz des DAV Heidelbergs sowie der AG Klettern.

 

Die durch das RP Karlsruhe angekündigten Gehölzeinschnittmaßnahmen im Sektor Knifeblade wurden durchgeführt. Allerdings gingen die Maßnahmen bis in den Sektor Supercrack an dessen östl. Ende der Zugang zu den Routen "Last ticket to Australia"  und "Gravel Pit" mit Baumschnitt verschüttet wurde. Inwieweit Haken von dem Einschlag getroffen wurden konnte noch nicht eingesehen werden. Auch hängt eine gefällte mächtige Eiche in unmittelbarer Nähe der letzten Route in der Krone einer ebenso großen Buche in ca. 15 Meter Höhe.