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Danos Colaterales 7b+, von weit weg ;-)

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Feinstaubbelastung

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Peitschende Beats, anfeuernde Zurufe, Magnesiastaub geschwängerte Atmosphäre,.....die vornehmlich jungen Teilnehmer des letzten Red Chili Cups in Korb bewegen sich trippelnd in der Reihe, Richtung des zu bewältigenden Problems. Die 170 Teilnehmer haben vier Stunden Zeit die 25 Boulder zu bewältigen, da kommt Gedränge auf.

Die Teilnehmer mit den Boulderproblemen multipliziert würde die maximale Anzahl der geflashten Boulder ergeben wenn jeder jedes Problem sofort bewältigt. Es gäbe dann auch 4250 Absprünge von oben auf die Matten. Da aber viele Teilnehmer nicht alle Probleme bewältigen bzw. gar nicht versuchen ist diese Zahl reine Theorie. Dafür gibt es aber auch genug Boulderer welche die Probleme mehrfach versuchen zu bewältigen was wiederum die Anzahl der Absprünge steigen läßt. Also belassen wir mal rund 4250 Absprünge von oben in vier Stunden, 4250 mal Staub aufgewirbelt, viel Staub, viel Feinstaub. Wird nun der Sitzstart oder der Dyno zum letzten Griff mehr belastend für die Atmungsorgane sein?
Magnesia besteht aus einem Gemisch aus Magnesiumcarbonat und Magnesiumhydroxid, das hygroskopisch wirkt und dadurch den Handschweiß absorbiert. http://de.wikibooks.org/wiki/Klettern/_Magnesia

Magnesia kommt aus dem Geräteturnen und schon Boulderveteran John Gill benutzte es. Doch er nutzte es hauptsächlich im Freien und nicht zusammen mit weiteren 169 Boulderern in einer Halle.
Gesundheitlich ist Magnesia unbedenklich bis auf eventuelle wenige Reizungen von Haut, Augen und Schleimhäute was vernachlässigt werden kann, doch wieviel Feinstaub in der Luft ist unbedenklich? http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub

Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration:
Grenzwert für die höchstzulässige Konzentration von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz. Der Allgemeine Staubgrenzwert von 6 mg/m3 gilt auch für Magnesia-Feinstaub.

Der eingeatmete Staub muß nicht toxisch wirken aber es reicht das er lungengängig ist d.h. die Korngröße muß kleiner 15μ sein. Der Staub setzt sich im Lungengewebe ab, in den Alveolen und da nicht löslich verbleibt er da und führt zu entzündlichen Reaktionen des Lungengewebes. Es entsteht schleichend innerhalb 10 - 20 Jahren eine typische Berufskrankheit von Bergleuten, die Staublunge.
Nun es gibt noch keine Langzeiterkenntnisse bei Boulderern denn der Boulderboom in den Hallen und Boulderhöhlen in denen sich, Grottenolmen gleich, durch Magnesiastaub und Sauerstoffmangel bleichen Boulderer tumeln, ist noch nicht wirklich so alt. Aber man stelle sich vor die Versicherer werden aufmerksam auf die erhöhte Konzentration an Feinstäuben die sich der Boulderer aussetzt und zwar in höherer Konzentration als am Arbeitsplatz, da kommt noch ein weiteres Risiko der schon als Risikosportart abgestempelten Boulderns/Kletterns dazu.
Hier sollte schon frühzeitig eine Risikostudie angelegt werden um den Kassen zuvor zu kommen und gegebenenfalls die Unbedenklichkeit zu bescheinigen.
Andererseits was wäre wenn....es wirklich so ist!
Auf jeder Packung Chalk wird dann der Feinstaubgehalt angegeben, je teuerer das Chalk desto weniger Feinstaubgehalt (die mittleren Korngrößen sind eh die besten gegen Handschweiß), zusammen mit einem Risikohinweis ähnlich auf den Zigarettenpackungen eventuell noch bebildert mit einer aufgeschnittenen Staublunge, Risikohinweis auch an jeder Kletterhalle und Staubmaskenpflicht.
Schönes Szenario.

Wie dem auch sei das Verlassen des letzten Austragungsortes des Chili Cups kam einem Frischeerlebnis gleich. Die Abendluft konnte tief geatmet werden und bald ließ der Leidensdruck auf die Atmungsorgane nach.

schönes bouldern