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Royal Arches mit Half Dome

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Sommerreise

Diesmal sollten es wieder die Alpen sein, Mehrseillängen. Bietet sich ja auch an im Sommer, so dachten wir auch die letzten Sommer bevor und sind dann meist doch dank unbeständigem Wetter irgendwo im Süden gelandet.
Die Vorzeichen standen dieses Jahr auch nicht gut. So sind wir im Regen losgefahren und kamen dann in der Schweiz auch im Regen an. Kurz die Gebiete nach Regensicherheit abgecheckt, dann haben wir uns zum nächsten Tag fürs Melchtal entschieden.
Nachts Regen - nächster Morgen Kaffee im Regen, dann erstmal hochgefahren nach Melchsee-Frutt, 10 Meter Sicht, Regen und Schnee, sofort wieder runter. Dann bei der Abfahrt ein Wolkenloch mit Blick auf die Cheselenfluh, einige Bereiche scheinen trocken. Dort hingelaufen waren meist die ersten 2 SL in der Dächerzone, Sektor Chaltbach, machbar. Doch mit Hindernissen in Form von ausgeprägten Wasserstreifen und nassen Ärmeln bis in die Achselhöhlen. Dementsprechen war die Ausbeute. Immerhin hats aufgehört zu regnen und die Sonne kam durch. Gegen Abend gingen dann noch 2SL (7a) im nicht überhängenden Bereich im Sektor Meteorit.

Am Abend gings noch nach Meiringen um am nächsten Tag früh aufzustehen (ich mags nicht....) ins Rosenlaui zu fahren und zum Kleinen Wellhorn aufzusteigen. Dort am Rosenlauigletscher dann Einstieg ins Adlerauge dem mittlerweile Klassiker von Kaspar Ochsner an der Südostwand. Die erste Seillänge teilweise nass klettereten wir Länge um Länge weiter nach oben. Das Ambiente ist top. Weit unter den Füßen der zerrissene Gletscher, strahlender Sonnenschein und immer wieder das bedrohliche Brummen und Poltern einstürzender Seracs.Adlerauge
Die Route an sich ist sehr gemischt, teilweise saniert, gibt es wunderbare Seillängen aber auch solche die sich so halb durchs Gemüse schrubbeln. Durch die überwiegende Felsschichtung (Bänderung) von rechts unten nach links oben entstehen immer wieder gleiche Bewegungsmuster rechter Fuß über Kante, hochdrücken, aufstehen.  Zeitweise gefragt habe ich mich wie die Bewertungen der einzelnen Seillängen zustande kommt. Da gibts die 6b die eher als 5c durchgehen kann, ebenso die 6b die auch 7a sein kann - wird direkt über die Haken  bzw. inline geklettert oder gehts über die grüne Verschneidung unweit davon. Nehme an das kann jeder nach sich und Gusto entscheiden in dieser Wand. Aber wir haben uns hochgemacht, zugegeben nicht alle von den 20 Seillängen, da wir unser Abendessen noch am Auto in der Sonne zubereiten und essen wollten bevor es wieder ungemütlich kalt wird.

Der folgende Tag war dann dem Sportklettern gewidmet. Es gind an die Schillingsfluh oberhalb von Meiringen auf dem Weg Richtung Brünigpass. Gebänderter Kalk, lange Routen, Leisten und Aufleger, Teilweise abdrängend und regensicher, Süd ausgerichtet aber im unteren Bereich schattig im Grad 6a - 8a.

Danach dann ein Pausentag - ging ja auch nicht viel mehr wegen Dauerregen - genutzt zum Schwimmen im Freibad von Meiringen als einzige Besucher. Da die ausgiebigen Regenfälle an diesem Tag noch bis in die späten Morgenstunden des nächsten Tages angehalten haben, konnte nur überhängendes Sportklettern ins Auge gefasst werden - also Lammi in der Aareschlucht oder Schillingsflüh. Wir entschieden uns nochmal für Schillingsflüh. Dort wurden wir nicht enttäuscht. An der Hauptwand waren ca. 7 - 8 Routen von 6c - 8a trocken. Nach und nach hat sich dann auch dort mit Kletterern gefüllt.

2Sl Marque jauneTags darauf war wieder gutes Wetter angesagt, ab ins Auto zum Fermeltal zur Roten Fluh (Rothorn). Nach 1,5 Stunden steilem Anstieg standen wir am Einstieg der Piola Tour "Marque jaune", 10 SL. Bewertet mit 7a+ zieht sich die Linie durch verschiedene Überhangszonen und ist somit steil und ausgesetzt. Super Kletterei an scharfen Kanten und Tropflöchern, der Fuß steht. Spannend war dann später der Anfang der Abseilpiste. Da zum Teil nicht über die Tour abgeseilt wird muss ausgiebig gependelt werden um wieder an den nächsten Stand zu kommen, dazwischen gibts noch eine Schlinge zum klippen - die nicht verpassen. Insgesamt tolle Tour und für alpine Verhältnisse super abgesichert.
Da danach wieder Regen angesagt war beschlossen wir auf die andere Seite der Alpen zu wechseln. Bei Regen gings über Genfer See - Martigny - Chamonix (feuchtes Sightseeing) - Albertville über den Col Galibier (Schnee) nach Briancon ......und plötzlich wars warm.
Beinahe zu warm für das Sportklettergebiet im Fourneltal bei Argentiere. Dort auch im Kalk hart bewertete lange Routen bis 8a. Leider hat und die Sonne nach wenigen Routen in der nach Süden ausgerichteten Wand vertrieben, zur einzig machbaren Alternative - eine Erfrischung im Gebirgsbach. Im Fourneltal wurde in versch. Minen geschürft und ist mittlerweile ein schönes naturbelassenes Tal.
Dann gings nochmal an eine Multi-pitch ins Tramouillon-Tal. Von La Roche de la Rame zweigt die Strasse nach Freissinieres ab dann weiter nach Champcella Richtung Le Ponteil.
Le Ponteil ist der erste Felsriegel (und Weiler) im Tal an dem viele ca. 6SL Toren eingebohrt sind. Unser Ziel war talaufwärts der "Paroi de Lys" mit der 8SL Route "Les vacances chez meme". Da geht es schon in der ersten Seillänge zur Sache, doch die Kletterei ist gut an rauhem Fels mit sehr abwechslungsreichen Felsstrukturen, gute Tour.1SL Vacances chez meme
Den nächsten Klettertag nebst einem Pausentag haben wir uns im Sportklettergebiet "Le Pouit" unterhalb von Le Ponteil vergnügt. Dort ga es ebenfalls lange 35 - 40 Meter, senkrecht bis leicht abdrängende Routen im Kalk von 5b - 8a. Um anschließend noch für zwei Tage nach Orpierre zu fahren bei anhaltend warmen Wetter inkl. ein Gewitter bei Nacht.
In Orpierre gings dann noch in die Überhänge des Sektors Chateau und in den neu eingebohrten Sektor "Le Puy?" auf der Camping-seitigen Talseite. Der Sektor unterscheidet sich in der Art von den anderen Sektoren. OrpierreZum einen ist früher der Schatten dort und es liegt gebänderter Kalk mit Leisten und Auflegern vor, regensicher, überhängend. Die splittrige Oberfläche wurde ausgeräumt, alle Routen mit Namen am Einstieg versehen, von 6a+ - 7c+.

Wieder letzten Endes ganz schön südlich gelandet, jedes Jahr das gleiche Glückspiel.

 

 

Kletterführer:

   

 

War ganz schön anstrengend!

War ganz schön anstrengend! Roland hätte wohl keinen Pausentag gemacht!

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