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Bild aus Archiv

Sinter im Sektor Panagia   Foto Christoph Spiess

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Ball Nuts - die kleinen Wunder

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Ball nutVöllig begeistert war ich von den Klemmgeräten Ball Nuts von Camp  . Klein, leicht in kleinen Rissen einfach praktisch, schnell und  gut zu verstauen. Absicherung auch in kleinsten Rissen mit wenig Aufwand.
Die Klemmgeräte  funktionieren nach dem Prinzip eines Schiebekeils. Der eigentliche Bereich der klemmt ist ein nach hinten leicht sich verjüngender Keil in dessen Mitte eine Nut (Führungsrille) eingearbeitet ist die nach hinten (zum Sichernden) breiter und tiefer wird. Diese Nut stellt die Führung des eigentlichen Balls dar, der auf der einen Seite rund auf der anderen Seite abgeflacht ist. Wird dieser Ball nach hinten gezogen, verschwindet dieser praktisch in der Führung (Nut), das Klemmgerät kann in den Riss gelegt werden. Danach lässt man den Ball los, dieser wird durch die Feder wieder nach vorne gedrückt und spreizt den Ball Nut, er klemmt. Kommt nun mehr Zug von außen auf den Klemmmechanismus dann festigt sich dieser um so mehr - genial.
Die Ball Nuts von Camp  gibt es in fünf verschiedenen Größen und sind geeignet zur Absicherung von Rissen im Bereich 3 - 18 mm

Bereich:  1 = 3-6 mm, 2 = 4,5-9 mm, 3 = 6-12 mm, 4 = 8-14 mm, 5 = 10,5-18 mm
Gewicht: 1 = 29 g, 2 = 37 g, 3 = 54 g, 4 = 57 g, 5 = 73 g

Die Bruchlast für jeden Ball Nut liegt bei 8 KN

 

Bilder anklicken (3 von 5)
Ball Nut von Camp Ball Nut 2 von Camp neu Ball Nut von Camp

 

 

oft dabei, selten verwendet

Das Prinzip hat mich auch gleich überzeut, so habe ich die Ballnuts auch seit längerem in der Tasche dabei. Und wenn sich in festem Fels ein Platz findet, dann kommen die bei einem Sturz auch nicht raus.

Nun, im letzten Satz liegen die zwei Probleme, warum ich die Ballnuts bisher selten verwendet habe. Der Fels muß schon echt fest sein, sonst zieht man beim Sturz eine Rille. Für die Pfalz sind sie also eher nichts. Und wenn sie mal gebissen haben, dann sind sie schwer wieder rauszubekommen. Das kann man schon merken ohne reingefallen zu sein.

Aber sie tragen wenig auf, viel weniger als Friends. Man kann sie also einfach dabei haben - und manchmal sind sie einfach das Mittel der Wahl. 2015 habe ich vor mal in ein Granitgebiet zu fahren. Wenn's da schmale, parallele Risse gibt, dann kommt die ursprüngliche Begeisterung sicher zurück.

Auf keinen Fall darf man

Auf keinen Fall darf man Keile, Friends oder deren Derivate so platzieren wie auf den Bildern zu sehen! Der Steg des platzierten Geräts muß grundsätzlich in die Richtung zeigen, aus der der Sturzzug kommt. In den meisten Fällen sind das zwischen 5° und maximal 35° von der Vertikale aus gesehen.

BallNuts sind klasse Geräte, aber meist eher im Granit oder Basalt sinnvoll einzusetzen, die Grenzen der Sicherheit sind im Sandstein relativ schnell erreicht. Unabhängig davonbraucht man einen guten Klemmkeilentferner, wenn man in einen BallNut geflogen ist :) .

Im Sandstein sind bei Mikroklemmgeräten definitiv die C3 Camalots erste Wahl. Bei dem kleinsten (#000) sollte man aufgrund der niedrigen Bruchlast von 4Kn aber unbedingt zwei Stück verwenden, in die man vorher eine klassische Ausgleichsverankerung (Standplatzbau) vorbereitet hat. Das klingt zwar umständlich (und kostspielig), ist aber definitiv die sicherere und flexiblere Wahl wie Ballnuts. Für Ballnuts sind im Sandstein extrem selten wirklich zuverlässig einschätzbare Platzierungen zu finden, zudem erfordert es dann einiges an Erfahrung im Tradklettern. Im Granit wiederum sind sicherheitstechnisch Ballnuts die erste Wahl, aber jeder Nachsteiger wird sie hassen :) .

Beste Grüße!

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