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"Mir machen da mal nuff" - Wege klettern in der Sächsischen Schweiz

Alle Bilder und Text by Krille

Blick nach unten, ja es ist wieder Zeit für eine weitere Schlinge, Blick nach oben, ok zum Ring sind es noch 5 bis 6 Meter. Da bieten sich die Zacken und Knubbel für ne Fusselschlinge doch an. Und weiter geht es. Das klettern mit Kopf,Griffe finden ohne Magnesiaspuren, Sicherungspunkte finden und den Sicherungen vertrauen macht Spaß. Wenn auch die Sache mit dem Einhandknoten noch nicht so ganz perfekt klappt, ab und an müssen die Zähne helfen. Deshalb ist hier nicht Routenspulen sondern Wege klettern angesagt. Unterschiede gibt es noch viele. Aber erst einmal was zum Gebiet. Ja es geht um die Sächsische Schweiz. Eigentlich das größte Klettergebiet in Deutschland. Aber auch ein Gebiet an dem sich die Geister scheiden. Mein Plus ist, dass ich hier in den 70 ern mit dem Klettern begonnen habe. Beim vielen Herumreisen in der Welt habe ich fast vergessen wie schön die Kletterei hier ist. Zum Glück nur fast. Deshalb kam es in diesem Herbst zu einem längeren Wiedersehen mit dem sächsischen Elbsandsteingebirge.

Elbsandsteingebirge – eigentlich ist diese für die Sächsisch-Böhmische Schweiz gebräuchliche Bezeichnung ein Schwindel. In Wirklichkeit handelt es sich um den Grund eines Kreidemeeres, 100 Millionen Jahre alt. Nachdem dieses abfloss, blieben bis zu 600 m mächtige Sandschichten zurück. Über Jahrmillionen wurde diese Schichttafel stark zerklüftet. Die Elbe und ihre Nebenflüsse fraßen sich ein. Den Kern bilden das teilweise weit über 100 m eingetiefte Elbtal mit seiner markanten Schleife zwischen Bad Schandau und Rathen und die aus den Ebenen herausragenden Tafelberge, hier Steine genannt. Es entstand eine bizarre Ruinenlandschaft aus Quadersandstein, die ganz allmählich aber offensichtlich wieder zu Sand zerfällt. Zum Glück jedoch noch nicht so schnell. Es bleibt noch genügend Potential zum Klettern. Aktuell sind es 1124 Gipfel mit ca. 21.000 Kletterwegen. Und es ist ein traditionsreiches Klettergebiet. Die Besteigung des Falkensteines über den Turnerweg 1864 gilt als Geburtsstunde des sächsischen Kletterns. Trotz vieler in den Sächsischen Kletterregel fixierten Vorschriften ist es ein lebendiges Klettergebiet. Denn so gab es 1978 nur 970 Klettergipfel mit 7.000 Kletterwegen, also einem Drittel der heutigen Menge. Das Ganze ist seit 1990 eingebettet in den Nationalpark Sächsische Schweiz mit Kernzonen und einem Wegekonsens der den Zugang zu den Felsen regelt. Zu den wichtigsten Klettergebieten gehören das Rathener Gebiet, die Schrammsteine, die Affensteine und das Schmilkaer Gebiet. Markante und bedeutende Klettergipfel befinden sich in diesen Gebieten. Auch das Bielatal mit seinen bizarren Nadeln und leichten Zustiegen wird gern von vielen Kletterern besucht.

Wie nähert man sich nun so einem Klettergebiet von dem haarsträubende Geschichten über nicht vorhandene Absicherungen und Brüchigkeit die Runde machen?  Als Einstiegsgebiet eignet sich das Bielatal sehr gut. Überschaubare Felsen mit moderater Wandhöhe, vielen leichten Wegen, festem Gestein und kurzen Zustiegen, da ist man zumindest an den Wochenenden nicht allein. Am Parkplatz an der Ottomühle im Bielatal geht es am Samstagmorgen turbulent zu. Jung und Alt, Familien mit vielen Kindern brechen mit Rucksack und Kinderwagen zu den Felsen auf. Es herrscht eine lockere fröhliche Stimmung, keine Spur vom Klettern in der Todeszone. Am Wandfuß angekommen, gilt es erst mal sich zu orientieren. Welche Nadel ist nun was? Markante Gipfel wie die Herkulessäulen oder der Schraubenkopf helfen bei der Orientierung. Dann folgt ein Blick in die Anstiegsskizze im Kletterführer, eine Draufsicht auf den Felsen, den Alten Weg am Fels suchen und ab dort sind alle Wege im Uhrzeigersinn aufgelistet. Oder einfach die freundlichen Sachsen fragen. Man trifft eigentlich immer jemand, zum Beispiel die rüstigen Rentner die an den beiden Mühlenwächtern die Alten Wege (jeweils sächsisch II) mit dem Seil auf dem Rücken geschwind hochklettern. Es lohnt sich auch für verwöhnte Sportkletterer diese Wege zum Gewöhnen an das Gestein und die Struktur zu klettern. Und ganz schön steil so ein II-er. Gleich nebenan am Daxenstein gibt es den Winkelriß im gleichen Grad und in der Löchnerwand  (IV) kann man das Schlingen legen üben. Kommentar eines Sachsen zu meinen Schlingen "Farblich sieht es ja gut aus aber gehalten hätte nur die letzte Schlinge." Also weiter üben. Die kleine Herkulessäule übt als Gipfel eine magische Anziehungskraft aus.  Der Alte Weg (IV) von 1905 ist ein Sternchenweg (schöner  und lohnender Weg laut Kletterführer) und sehr zu empfehlen. Wer es etwas härter mag, die Herkulesrippe (VIIc)  am gleichen Fels ist eine super Kletterei und mit 4 Ringen und einigen guten Schlingen auf knapp 40 Metern auch sehr gut abzusichern.

 

 

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Mal kurz was zu den Schwierigkeitsgraden. In Sachsen gibt es eine eigene Skala, mit römischen Buchstaben von I bis VI und ab VII wird noch in a, b oder c unterteilt. Die Umrechnung der sächsischen Schwierigkeitsgrade in die UIAA ist einfach. Bis zum 4. Grad ist alles gleich, und ab da einfach einen Grad abziehen. (sächsisch VI ist UIAA 5; VIIa ist UIAA 6-, VIIc = 6+). Die Bewertung in Sachsen gilt für den af Stil (alles frei =ruhen in Ringen erlaubt), so dass für RP Begehungen manchmal der Schwierigkeitsgrad eine Stufe höher ist. So wird bei der Herkulesrippe bei einer Rotpunktbegehung für die knapp 40 Meter aus VIIb eine VIIc , ist UIAA 6+ und das kommt hin. Aber Achtung, bei älteren VI-ern! Wie bei uns in der Pfalz war VI mal das absolute Ende der Schwierigkeit, demzufolge gibt es auch in Sachsen einige neuere VII-er Wege die leichter als mancher klassische VI-er scheinen.

Das Bielatal zieht sich von der Ottomühle bis an die tschechische Grenze und auch dort geht es noch weiter mit den Gipfeln. Ob es nun die Felsen am Nymphenbad wie die Falkenwand, oder die Verlassene Wand oder die Gipfel rund um den Spannagelturm sind, alle bieten viele fantastische Klettereien an steilen griffigen Strukturen im V-ten und VI-ten UIAA Grad. Diese Routen- und Vielfaltdichte auf engsten Raum ist aus meiner Sicht einmalig. Zum Beispiel am Kanzelturm die direkte Südwand (VIIb), beim Direkteinstieg bis zum Ring muss man sauber stehen, dann kommt ein schöner Riß und darüber eine steile Wand mit irren Henkeln aus Eisenpuffern. Diese bieten gute Sicherungen für Plattenschlingen und luftig geht es 40 Meter bis zum Gipfel. Einfach Genuss pur. Mir persönlich hat es Spaß gemacht, Wege die ich vor mehr als 30 Jahren mit viel Respekt geklettert bin zu wiederholen. Und der Respekt ist beim Klavier (VIIa) am Daxenstein bis zum einzigen Ring nicht geringer geworden. Mit der Liste der schönsten Kletterwege im Topoführer Bielatal von Jürgen Schmeißer hat man genügend Kletterstoff im Bielatal und diese Empfehlungen stimmen zu 100 %.
Am Ende des Kletterweges ist man nicht immer gleich auf dem Gipfel. Also erst mal Festmachen an den Felsstrukturen (Nachhol-Ösen gibt es eher selten, am meisten im Rathener Gebiet mit seinem weichen Gestein). Das Seil über Felsköpfe fixieren, den Nachsteiger nachholen, dann diesen Fixieren und weiter (zum Beispiel mit Überfall am Vorderer Torstein) vom Vorgipfel auf den Gipfel. Nun ist aber das Gipfelerlebnis garantiert und wird gekrönt durch den Eintrag ins Gipfelbuch. Für den Eintrag ins Gipfelbuch gibt in der Sächsischen Schweiz es strenge Regeln. Immerhin gibt es die Gipfelbücher schon seit 1886. Ich selbst hab mich mal in ein Gipfelbuch von 1934 auf dem Wolfsturm eintragen dürfen. Aber die Gipfelbücher dokumentieren auch die gelebte Tradition. Nur der Jahreserste darf einen Spruch eintragen. Deswegen setzt - vor allem auf bedeutende Gipfel - ein wahrer Run am 1.1. jeden Jahres ein, oft schon zu Mitternacht bei Schnee. Und es gibt etliche interessante und sinnige Sprüche in den Gipfelbücher z.B. "Nur die freie Kletterei gibt dem Felsen die Chance sich am Menschen zu rächen" aber auch Kletterkollegen mit Beziehungsproblemen äußern sich "Lieber am Fels zertrümmert als bei der Frau verkümmert". Unter www.quackensturm.de gibt es eine ganze Sammlung davon. Eine andere gelebte Tradition ist der Gipfelgruß. Jeder, aber auch wirklich Jeder wird am Gipfel mit Handschlag und Berg Heil begrüßt. Auf vollen Gipfel kann diese Prozedur schon mal nerven. Abwärts geht es fast immer an den bergseitig angebrachten fetten Abseilösen und dann manchmal mit Kraxeln rund um den halben Gipfel zurück zum Einstieg. Aber Achtung; für kleine moderne HMS können diese Ösen manchmal zu fett sein. So langsam erschließt es sich mir, warum die Sachsen Wege gehen und anderswo Routen geklettert werden.

 

 

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"Und hurtig geht's zum Wehlgrund raus nach Rathen, wo über dem Amselgrund schon die Geier warten" und " Rathen ist ein schöner Ort doch völlig überlaufen, die Touristen häufen sich dort zu großen Haufen." - ist schon erstaunlich was für Liedzeilen aus der Jugendzeit aus den Gehirntiefen hervorkommen. Aber Rathen ist schon was besonderes nicht nur wegen der Bastei, der Felsenbühne und dem Amselsee. Hier gibt es viele bedeutende Gipfel wie den Höllenhund, die Gänse, den Mönch, den Talwächter und natürlich die Lokomotive. Der Fels ist hier weicher als in anderen Gebieten und auch sandiger und brösliger. Die Wege sind zum Teil sehr lang, 60 - 70 Klettermeter kommen schon mal zusammen. Der Fels ist oftmals sehr strukturiert, zugegebenermaßen verändern sich diese Strukturen ab und an. Einige Wege am Wartturm die ich früher mal geklettert bin liegen seit 2000 als Sand am Boden. Schöne Wege in allen Graden gibt es am Plattenstein und an den Gänsen mit Blick auf den Massenrummel an der Bastei. Na und die Felsgruppen am Höllenhund mit seiner imposanten Talseite bietet viel Potential für lange Routen. Zu empfehlen der Talweg (VI) am Hinteren Höllenhundturm und kleine 1x1 direkt (VIIc) am Sechserturm. Beide Wege bieten Klettergenuss auf mehr als 50 Metern, beim Sechserturm ist ein Übertritt zum Gipfel inklusive. Na und die Südkante (VI) an der Esse der Lokomotive und der Pfeilerweg auf den Talwächter (V) sind zwei schöne luftige Wege mit Ausblick.

Auf geht es in die Schrammsteine. Mit über 80 Metern Höhe ist der Riesenklotz des Falkensteins ein majestätischer Gipfel. Auch wenn der Schusterweg von 1892 nur ein III-er ist, so ist er doch ein Erlebnis. Etwas Kamin, die schöne Porzellankante, schräge Kriechkamine, seichte Rinnen, dem Oskar Schuster an der Plakette an die Nase fassen, runter zur Sanduhr und nun der Einstieg in den unteren Reitgrat - ja das kann man in keiner Kletterhalle üben - weiter über Körperriss und Übertritt zum oberen Reitgrat und auf das Gipfelplateau. Oder der klassische Südriß ebenfalls am Falkenstein, eigentlich mehr Wandkletterei als Riss wenn nicht dieser Schrubber von Rißkamin als Ausstieg wäre. Direkt in Sichtweite der Schrammsteinaussicht steht die Nadel der Tante (Mittelweg VI) mit einem tollen Ausblick auf das Elbtal. Mehr Elbeblick und viel Luft unterm Hinter hat man im Erkerweg (VIIa) am Vorderen Torsten. Erst mal nicht ganz so gut gesichert hoch zu einem Absatz, dann herrliche Platten zur Kante und diese dann luftig empor. Kurz vor dem 3. Ring kommt der Kletterfluss ins Stocken, Aufstehen an runden Reibungsbuckeln ist angesagt. Vor dem Gipfelgenuss folgt zwingend noch ein Überfall vom Vorgipfel auf den Gipfel. Ah, von hier aus blickt man auf die Genießerspalte (IV) am Meurerturm. Irgendwann in meinen Kletteranfangsjahren hieß es "Heute darfst du vorsteigen!" Es sei ein schöner Weg, auch gut gesichert, ich sollte nur reichlich Schlingen mitnehmen, am besten die dicken Großen. Auf ging es an den Meurerturm. Direkt ins 15 mm Seil eingebunden (Gurte hatten wir damals noch nicht), das Bündel Schlingen übergeworfen und los ging es. Die Genießerspalte ist ein enger Kamin, also eine selbstklemmende Schlotte aus der man nicht rausfallen kann. Und irgendwann hat man das Gefühl, man steckt falschrum drin, da das Ding leicht gewunden ist. Hab nach einer Weile Schnaufen, Keuchen und Fluchen und nur millimeterweisem Höhengewinn kapiert, dass die Schlingen nur dazu dienen den untenstehenden Kletterern den Genuss deutlich zu verlängern. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, das alle die mir von unten gute Tipps und freudige Kommentare gaben da selbst mal durch sind.

 

 

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Ein paar heiße Tage waren angesagt, da sucht man Schattenseite. Im Bergsport Arnold in Bad Schandau gab es den Tipp Papststein und Große Hunskirche haben gute Schattenseiten. In dieser Ecke war ich noch nie klettern, zuerst einmal die Wege suchen. Die Standartführer vom Dietmar Heinicke haben nur verbale Beschreibungen und die üblichen Anstiegsskizzen. Da braucht es etwas Übung bis der Weg gefunden ist. Die Wege am Papst tragen Namen wie Andacht (VIIb) und Abendmahl (VIIb). Speziell in der Andacht mit Sonne im Rücken hab ich mal kurz nach hinten gefingert, aber da hing kein Beutelchen mit weißem Pulver, - na ja ziemlich heftig für einen UIAA 6-er. Der Alte Weg ist I, also kann man den Kamin abklettern . Direkt in eine sich gegenseitig fröhlich foppende Altherrencrew. "Mir machen jeden Dienstag unseren Klettertreff" sagt der 78 jährige Chef und rät uns noch zur Sonntagsvesper (V). Dann geht es zur Großen Hunskirche hier war uns der Pfingstweg empfohlen worden. Bei der Felsumrundung zur Suche des Weges treffen wir auf zwei Kletterer. "Pfingstweg, nu ham wir grad gemacht, kommt her" und da stehen Sie, lebensfroh und glücklich nach erfolgreichem Klettern, zusammen 144 Jahre alt, Erhard und sein Kletterkumpel. Es gibt eine nette Unterhaltung übers Kletterleben und natürlich Tipps für den Weg: "Unten unbedingt ne Kevlar legen, die anderen findest du schon." Und gleich noch für die Nachbarwege paar Tipps dazu. Ich höre Stories von den Kletterinvaliden als Ü60 gegründet, mittlerweile aber in Ü70 umbenannt und von Erhards Seite www.barbarine.de. Die kontaktfreudige offene Atmosphäre unter den Kletterern in Sachsen ist immer wieder zu spüren. Es wird auch mitgefiebert wenn man unruhig den Fels nach Sicherungen absucht, "Da bissl links liegt ein super Knooden". Die zwei empfohlenen Wege an der Großen Hunskirche, der direkte Pfingstweg (VIIc) und auch der Nachbarweg die Vollständige Vollendete Illusion (VIIc) sind super Wege mit mehr als 30 Metern . Auch wenn der einzige Ring im Pfingstweg erst weit oben kommt, davor liegen zahlreiche Schlingen. Das mit dem Einhandknoten geht auch besser, insgesamt hab ich das Schlingen "fuddeln" wieder ganz gut drauf. Und so sächsische Sicherungsspezialitäten wie Fusselschlingen (stellt Beal nur für Sachsen her), Kindsköpfe und Ufo´s (textile Friends für Risse) erleichtern das Absichern. Die Wegfindung ohne Magnesiaspuren und das Aufspüren der Positionen für die Sicherung sind eine Herausforderung für Körper und Geist, es ist ein gesamtheitliches Klettern mit bleibenden Erinnerungen.

 

 

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Eine lebendige und äußert aktiv gelebte Klettertradition mit Gewimmel auf Felsköpfen, vielen jungen und älteren offenen freundlichen Kletteren in landschaftlich unübertroffener Natur in einem außerhalb Sachsen als lebensgefährlich bezeichnetem Klettergebiet; das hab ich bei meinem Besuch wieder neu kennen und lieben gelernt.

Und was geht sonst so rund herum ums Klettern? Radfahren, den Elbradweg, im Bielatal und im Nationalpark auf wenigen Wegen, wandern sowieso, aber in Verbindung mit den vielen Stiegen (eine Art Klettersteige) ne Wucht und natürlich der sächsische Kuchen (bei jedem Bäcker gibt es Mohnkuchen!!).

 

Hier mal kurz einige wichtige Unterschiede zu anderen Klettergebieten:

  • Sächsische Kletterregeln beachten (kein Magnesia, keine Klemmkeile und -geräte wenn sie nicht aus textilen Material  bestehen
  • mit den sächsischen Bewertungen vertraut machen de.wikipedia.org/wiki/Schwierigkeitsskala_Klettern
  • vorher schauen wie man vom Gipfel runter kommt
  • große HMS für die fetten Abseilösen
  • Toprope nicht erwünscht
  • sich in leichten gut absicherbaren Wegen mit dem Legen von Schlingen vertraut machen.
  • Gebietskenntnis von Vorteil oder einfach fragen, fragen..

Wer in der Pfalz (nicht in Gimmeldingen) einen soliden 6 er vorsteigen kann, der wird in der Sächsische viele schöne Wege finden. Dann also auf ins Elbsandsteingebirge.

 

Informationen:

Kletterführer:
Es gibt die sechsbändige Kletterführer-Reihe aus dem Bergverlag Rölke unter der Gesamtredaktion von Dietmar Heinicke. Derzeit (09.2015) sind  nur die Bände Schrammsteine/Schmilka (gelb), Bielatal (blau) und Gebiet der Steine (rot) erhältlich. Die anderen Bände sind vergriffen.
Infos unter: www.bergverlag-roelke.de

Die Topoführer aus dem Verlag Jürgen Schmeißer decken mit 3 Bänden die Gebiete Rathen und Wehlen (2011), Bieltal (2010) und die Tafelberge (derzeit vergriffen) ab. Ich persönlich finde die Orientierung mit diesem Führern etwas einfacher und die schon erwähnten Auswahllisten der schönsten Kletterwege sind nur zu empfehlen.

Es gibt noch einen Auswahlführer vom Panico Verlag
(www.panico.de

und auch über den Verlag geoquest  (www.geoquest-verlag.de) sind noch andere Auswahlführer zu beziehen.
So der Topoführer Ostteil Sächsische Schweiz (www.geoquest-verlag.de). 

 

Unterkunft:
Breites Angebot an Pensionen, Ferienwohnungen etc. Als Campingplatz hat uns der Camping Enterfarm bei Hohnstein besser gefallen als der  Platz im Kirnitzschtal an der Ostrauer Mühle. Denn im Tal bleibt es nach Regen länger feucht.
www.saechsische-schweiz.de/unterkuenfte/   --> Auflistung aller Unterkunftsmöglichkeiten
www.camping-entenfarm.de  --> link zum Camping Entenfarm

weitere nützliche Links im Internet
www.teufelsturm.de  --> Datenbank mit Kommentaren zu Wegen, aktuelle Sperrungen, Kletter-Knigge etc.
db-sandsteinklettern.gipfelbuch.de -->  Datenbank aller Wege mit Unfallauflistung von Jörg Brutscher
www.joergbrutscher.homepage.t-online.de --> Klettern als Mannschaftssport - Bausteller im Sächsischen
www.bergsteigerbund.de  --> Kletterregeln in Sachsen
www.barbarine.de --> Seite von Erhard Klingler mit vielen netten Stories, z.B. Ü60 Kletterinvaliden
home.wtal.de/   --> Sammlung Gipfelbuchsprüche
www.nationalpark-saechsische-schweiz.de -->  viele Infos der Nationalparkverwaltung
www.elbsandsteingebirge.de --> Unterkünfte Infos etc.