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Schluchtblick

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Neues aus Namibia - Teil 2

Auf dem Weg zum Brandbergmassiv

 

In der Wueste ist es fantastisch! Die Nacht wird tatsächlich ziemlich kalt. Das Thermometer fällt auf unter 5 Grad! Kaum zu glauben, wir sitzen abends noch in der Daunenjacke vor dem Zelt. Die Farben praesentieren sich im Sonnenaufgang sehr viel intensiver. Am Ende des Tals, mitten in der Wueste bildet das Restwasser dieses Fruehlings einen See. Unglaublich, es gibt ploetzlich so viel Leben um uns herum....

Nachdem wir nun Joerg und Manuel in Windhoek abgeholt haben, nutzen wir die auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel, dem Brandbergmassiv, liegende Spitzkoppe abermals fuer 2 geniale Klettertage. Wir besteigen das Rhinohorn, machen eine "Risstour" an einem der Vorbauten der Pontoks sowie ein Verschneidungsklassiker Namens "Watersports". Als Pontoks werden die benachbarten 5 Felsdome genannt. In den "Rissen" verschwindet Alex teilweise bis zu den Schultern. Die Plattenkletterei ist psychisch sehr anstrengend, hat man doch immer vor Augen, das ein Sturz mindestens mit größeren Schürfwunden verbunden ist. Auch hier ist der Fels nicht immer fest. Die Hakenabstaende und damit die Angst lehren uns die festen Passagen zu erkennen. Richtig heiß wird es immer erst nachmittags. Eine stetig leichte Brise schmälert die Hitze, vor allem morgens. Es kommt uns auch deshalb nicht so warm vor, da die Luft sehr trocken ist. Tatsächlich schwitzt man auch nicht so stark wie man vielleicht annehmen würde. Trotzdem verlieren wir sehr viel Wasser. Wir trinken ca 5 l pro Tag. Hunger haben wir immer erst abends. So dass wir meistens kurz vor Einbruch der Dunkelheit anfangen Essen zuzubereiten. Im Moment (im Südwinter) bedeutet das, dass es um sieben Uhr dunkel ist.
Gestern sind wir dann nach Uis weitergefahren, unserem "Talort". Von hier aus wollen wir nun endlich an das Brandbergmassiv starten. In dem kleinen Ort verweilen wir im "Brandberg Rest Camp", einer netten Lodge im Ortskern. In Uis und Umgebung wurde bis in die siebziger Jahre Zinn abgebaut. Heute dienen die Gebäude hauptsächlich touristischen Zwecken. Es gibt einen kleinen Supermarkt, in dem wir die Vorräte auffüllen. Angesichts der Tatsache, dass wir "serious water problem" haben werden und dieses ebenfalls die rund 1000 Höhenmeter hinauftragen muessen, beschränken wir uns bei den Lebensmittels auf trockene, leichte Fertigkost wie Nudeln und Reis mit Soßen. Da wir nicht alles direkt hochschleppen wollen, werden die Vorräte geteilt und wahrscheinlich in Rationen transportiert werden muessen. Genauso das Wasser, schlimmsten Falles wird jeden Tag einer von uns hinunter zum Auto laufen müssen um einen 25l Kanister zu holen. In den kleinen "double cap" passen zu unserem Gepäck nicht mehr als 130l Wasser. Wir planen nach fünf Tagen einmal zurück nach Uis zu fahren um Nachschub zu organisieren. An Materialien führen wir drei Sätze Camalots, ein Satz Klemmkeile, vier 70m Seile, fast 100m Reepschnur, die Hilti mit 2 Akkus (Danke Thomas!), 30 Bohrer (Danke Traxi!) 150 Bolts, ein Aggregat zum Laden der Akkus, Benzin, zwei Zelte und Küchenkram zum Kochen mit uns. Wir sind gerade noch dabei herauszufinden ob wir Hilfe durch Einheimische beim Tragen bekommen. Es bleibt heute ebenfalls noch zu organisieren, wo lang und wann genau die Anfahrt morgen früh abläuft. Obwohl die Jungs schon mit den Hufen scharren und das Hirn schon stark unter der Sonneneinstrahlung gelitten hat hoffe ich, dass wir an alles wichtige gedacht haben. Vielleicht mehr in fünf Tagen... Leider gibt es seit heute morgen keinen Strom mehr. Ich hoffe, wir bekommen diese email überhaupt noch rechtzeitig raus! 

 

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alle Bilder copyrights by Till Kramann

 

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Namibia 3