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Bild aus Archiv

Anna

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Conquest, Graue Wand

 

Das erste Septemberwochenende bot sich nochmal an für eine Alpentour. Obwohl die Aussichten für den Sonntag alles andere als gut waren, gings in die Schweiz.
Da dieses Jahr sei es aus Zeit- oder Wettergründen, so gut wie nichts lief gings eben für dieses Wochenende in den Granit an die Graue Wand am Furkapass.
Es ist nicht das erste Mal dass ich dort bin, die Niedermann, der Klassiker stand schon vor vielen Jahren auf dem Programm. Leider hat uns damals der Regen gleich zweimal aus der Wand gespült.
Diesmal sollte es die Conquest sein. Die Route mit 9 SL nicht besonders lang und bequem, mit nicht zu frühem Aufstehen vom Parkplatz Tätsch aus zu machen, wurde 1988 von den Brüdern Remy eingebohrt. Dies verspricht eine gute Linie und wenigen Bohrhaken. Die Schwierigkeiten in den verschiedenen Führern variieren zwischen 6+ und 8. Tatsache ist, dass der 50 Meter lange Riss in der Senkrechten, die Superfessura, das Herzstück der Route, mit 7a nicht überbewertet ist. Also wir mußten schon recht arg zulangen.
Mittlerweile ist der kleine Gletscher am Fuße der Grauen Wand stark zurück gegangen. Zum Klassiker Niedermann gings jetzt, Anfang September nur noch über Schutt. Zur Conquest ebenso, allerdings gibts darunter noch ein Eispaket dass die aufliegenden Massen rutschen lässt - also vorsichtig mit den Knöcheln.
Durch den Rückgang ist nun in der ersten Seillänge einige Meter mehr zu klettern und 55 Meter lang.
Die erste Länge mit 6a+ bewertet fängt dann auch gleich mit einem Fingerrißpiaz an. Die Möglichkeit Eigensicherungen zu legen sind durch die ganze Tour recht gut. Im weiteren Verlauf der 1.SL gehts dann durch einen kurzen Körperriß in dem ich auch gleich mal feststecke und den Kopf mit Helm nur unter Anstrengung wenden konnte. Nach ein wenig hin- und hergerutsche im Riß, bin ichs dann außen geklettert. Die nächsten Seillängen sind wunderbar zu klettern, tolle Rißkletterei im festen Granit, wo es notwendig erscheint kann eine Sicherung gelegt werden. Die fünfte SL mit 6c bewertet war doch recht leicht. ungefährer Tourenverlauf
Zur Sache gings dann in den nächsten zwei SL der Superfessura. Erst 20 Meter 6+ gerade hoch, gepiazt oder direkt im Riß geklemmt. Dann vom nächsten Stand weg mit Handklemmer weiter bis der Riss sich sehr weitet, dann wars erst mal zu Ende mit Risskönnen, welche Extremität lässt sich wie im Riss verschränken? Für diese Länge habe ich dann doch etwas länger benötigt als wir für jede andere Länge benötigt hatten und die war mit Abstand auch die Schwiergste.
Am Stand angekommen war ich erst mal etwas ausgepumpt. Die letzten zwei Längen gingen dann wieder gemäßigter weiter wobei in der vorletzten Länge mit 7- bewertet auch noch mal umsichtig geklettert werden sollte.
Am Ende, pünktlich, zog sich dann der Himmel zu und es wurde kälter.
Abgeseilt haben wir, bis auf zwei Längen, Abseilstand hier jeweils an Felskopf, über die Tour.
Dann in knapp 1,5 Stunden zurück zum Auto, kurz davor gabs dann den ersten Regen.

Tour: 9 SL, 8, ca. 400m Ausstattung: 2-6 Bohrhaken/SL, Stände: mind. 1 Bohrhaken, Material: 1 Satz Camalots: .3 - 3.0, Camalots C3 1+2, 2 Schlingen.
Kletterer: Krille und Roland

Topo: http://www.hikr.org/gallery/photo375912.html?post_id=28044#1

 

Bilder anklicken (3 von 13) Bilder 1-4, 8-11, 13 © by Krille
Roland 1SL Conquest Krille 6SL Conquest Riss 7. SL