News

  • Was ging am Fels....
  • Thomas Huber - Sehnsucht Torre, 20.11.2016 Stadthalle Heidelberg
  • EUROPEAN OUTDOOR FILM TOUR 16/17 ab 07.10.2016
  • 20 . Offene Rheinland - Pfalz - Meisterschaft 2016 im Lead, Frankenthal 17.09.2016
  • Zwei Boulder dazu am Schiessplatz

Bild aus Archiv

Andy

Neueste Kommentare


Newsfeeds dieser Seite einbinden

Ja, ja die schöne Pfalz….

Bild von Barfuss

 

Ja, ja die schöne Pfalz…

 

Ich bin Pfälzer. Dort geboren, aufgewachsen und erstmal gar nichts mit klettern am Hut gehabt. Die ersten Kletterversuche hab ich dann in England in der Halle unternommen. Als es dann zum ersten Mal nach Wales zum Felsklettern ging hab ich als erstes nach den Haken/ Ringen geschaut – es gab keine…

Deshalb haben die Engländer neben der Bewertung der eigentlichen Kletterschwierigkeit auch noch eine Skala für die Gefährlichkeit einer Route. Diese fängt mit S für „severe“ also ernsthaft an und endet mit E für „extreme.“

Eine E-Skala gibt es auch in der Pfalz.

Als ich vor einigen Wochen am Münzfels bei Annweiler war, hing in der Route neben mir eine Kletterer, der sich in „Alles unter Konzentrolle (9-)“ versuchte. Nach 10-12 Klettermetern kommt die Crux in Form eines Dynamos von einem schlechten Seitgriff aus. Besagter Kletterer erbat sich vor dem Sprung noch eine Ruhepause, also den Sichernden das Seil straff zu ziehen. Nach kurzer Pause schaffte er den Sprung und war wegen dem weiten Abstand zum nächsten Haken nicht sicher ob er weiter klettern sollte. Nachdem er „ZU“ nach unten gerufen hatte weigerte sich der Sichernde Seil einzuholen: „ der Sturz ist nicht weit, ich hab Dich dann….“

Die Diskussion war rege und während der Sichernde mehrere Meter Seil aus gab um seinen „Partner“ zu motivieren weiter zu klettern, hing dieser weiter am Griff nach dem Sprung.Auch die steigende Intensität und Frequenz der "Zu"-Rufe änderten nichts am Verhalten des Mannes am Boden.

Nach dem Kommentar des Sichernden: „ er sei nachher im Durchstieg auch nicht frischer“ versuchte der Kletterer den nachfolgenden Zug endlich und stürzte folgerichtig. Glücklicherweise hatte sich der Sichernde mittlerweile entschlossen etwas Seil einzuziehen, schließlich hatte er ja seinen Willen bekommen und so ging der Sturz glimpflich aus.

Das eigentlich erstaunliche war jedoch das die beiden sich weiterhin blendend verstanden und kein Wort darüber verloren wurde, dass „Motivation durch Seilausgeben“ vielleicht doch eher unüblich ist…..

Ich hab´ mich dann entschlossen jemand anderem die Sicherungsarbeit zu überlassen und mir nebenbei die Frage gestellt ob mit der Extrem-Skala die Absicherung der Kletterrouten oder doch eher die pfälzer Kletterkerle direkt gemeint sind.

 

Smile Smile Smile