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Klettern

Klettern und DWS bei Löbejün

Diesmal war es ein ganz exotisches Klettergebiet in das unser Ausflug ging. Dem Einen wegen der Möglichkeit des Deep Water Soloings, dem Anderen wegen einer auch zu hier im Raum vergleichbaren Gesteinsart.
Es ging nach Löbejün in die dortigen Quarzporphyr Steinbrüche. Zugegeben 450 Km zu fahren um in einigen Steinbrüchen zu klettern muß nicht sein vor allem da wir noch am Frankenjura vorbei gefahren sind. Doch der Reiz des Anderen, des Neuen der hats ausgemacht und sowieso wird eh in jeder Menge in Steinbrüchen geklettert, sei es nun in Kronthal, Ziegelhausen oder Ettringen.
Löbejün kurz hinter Halle an der Saale, Sachsen-Anhalt, kleine Stadt im Saale Kreis mit mehreren Steinbrüchen in denen Quarzporphyr abgebaut wurde oder wird.

Klettern auf Koh Lao Liang, Thailand

Felsige Insel im südthailändischen Meer

 

Nach unserem Aufenthalt in Ton Sai wagten wir uns weiter tief in den Süden Thailands. Nach einigen anstrengenden Tagen des Beachings landeten wir auf dem kleinen felsigen Eiland Koh Lao Liang im Mu-Ko-Phetra-Nationalpark.

Aus verschiedenen Quellen wussten wir von dieser Insel und das Topo der Routen steht auch im letzten Thailand Climbing Guide. Ganz spontan kamen wir nicht auf die Insel, da eine Vorausbuchung auf dem einzigen Resort der Insel notwendig ist sonst hält das Speed-Boat der Tigerline schon gar nicht vor der Insel an.

Ko Lao Liang - eigentlich zwei getrennte Inseln. Beide haben kleine Strände und einige Höhlen, in denen Schwalbennester geerntet werden. Vor den Inseln liegen flache Riffe die laden zum Schnorcheln ein.

Eingerahmt von versinterten überhängenden Felsen liegt der einzige Strand auf der Insel. Etwa 300 Meter lang, Bäume im Hintergrund. Dort befindet sich dann auch das einzige Resort der Insel. 30 Zelte für max. 60 Besucher und ein open-air Restaurant stehen im hinteren Teil des Strandes verstreut unter Bäumen.
Nur die Tiger-Linie steuert die Insel an und da es kein Pier gibt legt das Insel-Longtailboot am Speedboat an und nimmt die Passagiere auf.

Zur Mittagszeit am Strand angekommen gibt es erstmal etwas gegen den Hunger und Kaffee. Nach dem Einchecken im geräumigen Zelt ging es dann auch bald zum Klettern. Ab ca. 11:30 kommen die Sektoren in den Schatten und dann mit leichtem Wind war es auch recht angenehm zum Klettern. 50 Meter neben den Zelten beginnen die ersten Touren.
Die ca. 50 Routen auf der Insel von 5b - 7c sind meist überhängend, gute Griffe und teilweise enorm versintert eben typischen Thailand. Allerdings gibt keine Herausforderung für den permanenten Hardmover. Meist um die 30 Meter hoch und noch rauh, nicht abgespeckt. Da die meisten Routen erst vor einigen Jahren eingebohrt wurden und die Insel auch nur eine begrenzte Zahl an Besuchern hat, die bei weitem nicht alle Klettern sind diese Touren noch nicht abgenutzt und es macht richtig Spaß dort zu klettern. Allerdings sollte man auch ein Auge auf die Tritte und Griffe werfen die benutzt werden. So ist es bei manchem Stalaktit ganz klar dass der eben nicht genommen werden sollte sonst isser weg...... und das muss nicht sein.
Alle Haken sind geklebt und es gibt kein Gedränge an den Routen - alles völlig entspannt.

Paradise Lost

Klettern in Thailand - erste Adresse und bekanntestes Gebiet, Krabi, Rai Leh, Ton Sai

 

Nach vier Jahren Abstinenz zog es mich mal wieder dorthin. War schon ganz gespannt wie's ausschaut, was sich geändert hat.
Die Landschaft und das Ambiente toll, es ist warm, das Meer.....
Allerdings die Details überraschten mich dann negativ.

Auffällig gleich nach Betreten des Ton Sai Beachs (Andaman Beach) ist die stinkende kloakenähnliche Brühe die sich unter der Freedom Bar herausschiebt. An einem Teil des Ton Sai Roofs entlangläuft um dann im Sand zu versickern. Wo läuft die nur hin? Wir waren dann dort nicht wirklich oft  im Meer schwimmen. Die dortigen Kletterrouten werden dann von dem Sandstreifen zwischen Kloake und Wand gesichert, mit der Chance, dass das Seil beim Abziehen in der Brühe landet.

Zugegeben wir waren in der High Season dort, doch dass ist wohl kein Grund die Müllberge hinter den Strand nahen Essensgelegenheiten und beiderseits der Wege so anschwellen zu lassen. Immerhin fühlen sich die großen meterlangen Echsen von dem Müll angezogen, der offensichtlich eine reichhaltiges Nahrungsangebot liefert. Ist ja auch toll so ne Echse zu sehen. Ich selbst hatte die letzte vor 13 Jahren dort erblickt. Jetzt steht ein Pulk von photografierenden Menschen um den stinkenden Müll herum, durch die sich die Echse nach Essbarem wühlt.
Hin und wieder wurde der Müll dann auch angekokelt wenn er unversehens von einem der Laubfeuer erfasst wurde. Dies gab ein besonderes Flair wenn die stinkenden Schwaden beim Mai Thai durch die Bar zogen.

Die enorme Zunahme der Touristen auf der Halbinsel hat selbstverständlich auch zur Folge dass der Bootsverkehr enorm gestiegen ist. Für An-, Abfahrt und Ausflüge werden meist Longtailboote genutzt. Macht Spass und ist immer wieder ein Erlebnis, aber die enorme Frequenz der fahrenden Booten ist verbunden mit einem dauernden Lärmpegel der durch nichts gedämmten Motoren der sich durchaus mit dem am Roten Fels im Frankenjura an schönen Frühlings- oder Sommertagen am Wochenende vergleichen lässt.
Schon lange sind die Korallen rundherum alle abgestorben.

Mittlerweile hat jedes Resort einen eigenen Generator, der stinkt nicht nur sondern der macht ebenfalls Lärm. Auch die Zunahme der Strom benötigten Geräte in den Bungalows, insbesondere die Klimaanlagen hat enorm zugenommen. Wo noch vor einigen Jahren ein einzelner Generator für vier Stunden am Abend zur Beleuchtung einiger Tische reichte, danach gabs Petroleum Lampen ausgeteilt, knattern heute die Generatoren Tag und Nacht. Das kann je nach Lage eine Dosis Schlaf verhindern.
Der Strom in Rai Leh kommt den Angaben zufolge jetzt vom Mainland, doch laufen immer noch Generatoren in Rai Leh.

Von den Umweltproblemen abgesehen ist für den Kletterer der Zustand der Routen von Interesse.
Viele der Routen, schätzungsweise mehr als die Hälfte, sind mittlerweile mit geklebten Titan Haken versehen. Das ist gut so. Unfälle durch Hakenbruch werden dadurch minimiert. (siehe auch Artikel: Absturz am Meer)
Allerdings kann die andere Hälfte der Routen nur noch mit einem unguten Gefühl oder am besten gar nicht mehr beklettert werden. Saniert sind die Routen insbesondere dort wo sich die meisten Kletterer aufhalten oder die Sektoren in denen die örtlichen Kletterschulen ihre Kurse abhalten. Die Initiative um Routen zu sanieren ging bisher meist von Kletterern aus dem Ausland aus. Stellvertretend sei hier Shamik genannt der über Jahre unermüdlich die Routen saniert hat.
Momentan wurde wieder einige Haken an der Thaiwand-Wall erneuert. Die Initiative in letzter Zeit ging wohl von den King-Climbers (Rai Leh) aus. Sämtliche Gelder für Sanierungsaktionen werden über Spenden eingeholt und je nach Lage kann dann saniert werden. Von seiten der Thailändischen Tourismus Behörden wird kein Geld in Sanierungen investiert (meine Wissenslage).
Ok ok ok Titan Haken sind teuer aber vielleicht bestünde die Möglichkeit von jedem Kletterer ein Obulus zu verlangen, dann würden diese schnell zusammen sein.
Weiter sollten die Schlingen als Zwischensicherung und die Schlingen am Umlenker regelmäßig erneuert werden, damit nicht wieder, wie geschehen, die Schlinge am Umlenker reißt. Wenn die Schlingen so marode sind dann hilft auch der Titan Haken nichts an dem die befestigt sind.
Leider gibt es in letzter Zeit kaum noch Neuerschliessungen vor Ort. Das ist schade da mittlerweile viele Routen so abgespeckt sind, dass es keinen Spaß mehr macht diese anzufassen.
Leider ist es für den thailändischen Tourismus wahrscheinlich egal ob der Tourist Kletterer ist oder nicht.

Insgesamt erschreckt hat mich die Konzeptionslosigkeit in Ton Sai. Sieht nicht gut aus......
Normalerweise ist in Thailand auch wenns manchmal undurchsichtig ist, alles bestens organisiert, betreffend Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ist es aber wie überall, erstmal weggeschaut......

Ganz so schlimm wie die Überschrift nach John Milton verspricht ist es noch nicht und selbstverständlich ist das Ambiente nach wie vor schön und ich will nicht nur unken denn auch wir hatten sehr schöne Tage und wir haben auch schöne Linien geklettert. Doch es hat sich extrem geändert seit ich dieses Stück Land kennengelernt habe.
(siehe auch Artikel: Das erste mal Thailand)

Auf Beschreibungen von Anfahrt, Unterkunft, Sektoren und ähnliches verzichte ich hier. Es gibt genug Beiträge im Netz dazu und auch viele Beiträge die alles durchaus positiv sehen. Aber das ist es nicht und was sich hinter den Kulissen abspielt habe ich hier nicht mal angekratzt.

 

Bilder anklicken (4 von 19)
Ton Sai und Rai Leh Sonnenuntergang, Ton Sai Luki in Cross Eyed 7b, Melting Wall Blick aus der Melting Wall auf Ton Sai Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links:

Bedrohte Paradiese: Thailand - Naturzerstörung im Tropenparadies, WDR Sendung vom 02.08.2010, 51 Min

www.basecamptonsai.com - mit und entstanden aus Wee's Climbing School und Vermietung von Bungalows und Climbing-Shop

www.railay.com - Zusammenschluss verschiedener Betriebe in Rai Leh

 

Topo:

Kletterführer Thailand
  • 240 pages. 100 climbing areas.
  • Over 80 easy-to-read topo maps.
  • Covers all of Railey and Ton Sai in Krabi over 50 areas.
  • Info on all island climbing (Ko Phi Phi, Ko Yao Noi, Ko Laoliang)
  • Includes a chapter on Deep Water Soloing.
  • NEW: Bouldering on Ko Tao.
  • All climbing areas in Laos and sidetrips in Malaysia.
  • Route recommendations for every grade level.
  • Indicates recently rebolted routes.
  • All you need to know before you go.
  • Authored by local climbers!
5. Auflage 2009
EURO 27,- 

 

 

 

 

Klettern in Mexiko

Schneechaos in Europa und das vor dem Winteranfang, Meterologen munkeln schon von kleiner Eiszeit und klammheimlich wünschen sich schon einige die Klimakatastrophe. Kletterhallen mit Schwimmbad- oder Volksfestatmosphäre, da sehnt man sich nach Klettern an richtigem Fels in der Sonne.  Wie wärs denn da mit Mexiko? Hier also ein kleiner Überblick über die Klettergebiete im Norden Mexikos.