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Neutouren in Ziegelhausen 3

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weltweit

Klettern in Sardinien, Mai 2016

Bilder und Text by Krille

Eigentlich waren wir ja fast alle der Meinung, Korsika sei landschaftlich abwechslungsreicher, vielfältiger und interessanter. Aber da gab es ja 2 neue dicke Kletterführer, je einen für das Sportklettern und für Mehrseillängen, die das Interesse für Sardinien weckten. Und da der letzte Besuch dieser Insel schon etwas zurück liegt, so hieß das Motto für den Mai "Auf nach Sardinen!". Mit einer Kabine in der Nachtfähre ab Genua kommt man ausgeschlafen an und über die neue Autobahn geht es rasch an die Südwestküste der Insel. Erstes Ziel ist die Region um Igelesias. Die rötlichen Abraumhalden am Stadtrand lassen unschwer erkennen, dass es sich um eine alte Bergwerksstadt handelt. Der Südwesten war reich an Mineralien und war Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ein Zentrum des Bergbaus für Zink und Blei-Mineralien.

Leonidio - das neue Kalymnos?

Alle Bilder und Text by Krille

In den Klettermagazinen und im Internet wird taucht immer wieder mal das Klettergebiet Leonidio auf den Peleponnes in Griechenland auf. Es ist vom "neuen Kalymnos" die Rede und die Fotos zeigen hohe rötliche Felswände mit Meerblick.
Ein Blick ins Internet zeigt viel Bewegung beim Sektoren- und Routenerschließen. Als dann im Ende 2014 erschienenen Auswahlführer über Griechenland für Leonidio mehr als 300 Routen auf ca. 45 Seiten aufgeführt werden, steht der Entschluss fest: Im November 2015 geht es zur Sommerverlängerung inklusive klettern nach Griechenland auf die Peleponnes. Nach Athen gibt es um diese Jahreszeit recht günstige Flüge, auch unabhängig vom streikanfälligem Kranich, und mit dem Mietwagen sind es 3 bis 3,5 Stunden ab Flughafen bis Leonidio. Mit dieser stressfreien und wetterunabhängigen Anreise punktet das Klettergebiet schon mal im Vergleich mit Kalymnos. Wir hatten uns eine Ferienwohnung am Meer einige Kilometer vor Leonidio in dem kleinen gemütlichen Fischerdörfchen Sampatiki ausgesucht. Frühstück auf der Terrasse mit Blick in den Fischerhafen. Und dann ging es an die sonnigen Südwände.

Klettern in Afrika, Marokko 2014

Anti-Atlas und Todra Schlucht

 

Am Anfang stand ein Anruf irgend wann im Frühjahr von Reinhard "Wir gehen nach Marokko zum Klettern, habt ihr nicht Lust mit zu kommen". Nach kurzer Suche im Internet über die potentiellen Klettermöglichkeiten haben wir uns auf das Anti-Atlas Gebirge geeinigt. Die von Briten verfassten Kletterführer zeigten viele Mehrseillängen im gut strukturierten  Quarzitgestein. An die ungewohnten Schwierigkeitsangaben als Kombination von Buchstaben und Zahlen werden wir uns Vorort gewöhnen und mit dem Hinweis, dass  das Gebiet traditionell erschlossen wurde und keine "bolt clipping area" sei können wir gut leben. Das kennen wir aus den Alpen oder anderen Ecken der Welt.

Und so befinden wir uns Ende September irgendwo auf der Autobahn zwischen Marrakesch und Agadir. Die immer wiederkehrenden Verkehrsschilder, die zum 70 m Abstand auffordern, wirken an der leeren Autobahn deplatziert. Der erste Aufreger wenig später kurz vor Agadir an einer Polizeikontrolle. Wir hatten ein am Straßenrand knapp über dem Erdboden  flüchtig aufgestelltes 30 km/h Schild übersehen. Aber Reinhards Kenntnis über marokkanische Fußballer in europäischen Vereinen reduzierte deutlich die Höhe der Strafe.

Wendenstöcke

Alpines Sportklettern par excellence

 

Über die Wendenstöcke als alpines Sportklettergebiet wurde viel schon geschrieben im Netz und in Büchern. Die zum Klettern aufbereiteten Wendenstöcke gibts nun auch schon seit geraumer Zeit.
Dennoch jedesmal wenn ich wieder dort bin überkommt mich das Gefühl dort was Einzigartiges zu sehen, zu erleben.
Pfaffenhut, Excalibur, Aureus, Reissend Nollend - großartig klingende Namen an den Wendenstöcken. Dort oben sind die Namen aufgereiht - real als steiles Gemäuer in den Himmel.
Um vom Parkplatz auf der Wendenalp unter die Wand zu kommen sind einige Höhenmeter zu bewältigen. Die Alp liegt auf 1600 Metern Höhe, die Einstiege auf ca. 2300m/2400m. Der Aufstieg ist steil und schroffig, Fehltritte sind nicht erlaubt. Bei Regen und Nässe wirds spannender.
In bis zu zwei Stunden sollte der Aufstieg bewältigt sein. Dann gehts los. Die Wand baut sich vor mir auf, meist senkrecht mit auch abdrängenden Abschnitten. Da sind sie dann auch schon die bekannten Wasserrillen im Kalk der Wendenstöcke. Beine weit gespreizt, auf Druck damit die Reibung auch hält, die Arme in Adlermanier die Rillenstege zangend. Drückend und ziehend gehts dann weit gespannt weiter.