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USA

Video: Will Gadd's erste Begehung der teilweise gefrorenen Niagara Fälle

 

Durch die diesjährige winterliche Kälte gabs genug Eis an den Niagara Fällen um diese zu beklettern. Eisprofi Will Gadd hat sich dann die erste Begehung im nicht sehr stabilen Eis geholt. laut Aussagen zittert die ganze Umgebung beständig durch die herabdonnerden Wassermassen von 150.000 Tonnen pro Minute......

siehe auch Red Bull: redbull.com/us/en/adventure/stories/1331702397954/will-gadd-ice-climbing-niagara-falls

 

 

Yosemite

 

 

Yosemite – selbst Nichtkletterer wissen damit etwas anzufangen. Ist das nicht der Riesenberg, an dem die zwei Brüder die außen lang zum Kühlschrank klettern so ein Schnellkletter-Rekord  aufgestellt haben? Tja der Kinofilm „Am Limit“ von den Huber Brüdern macht’s möglich.

Yosemite, das ist das Granit-Eldorado weltweit überhaupt. Doch die Kletterei spielt sich nicht nur im Valley – wie es die Amis nennen – sonder auch oben in den  Tuolumne Meadows ab. Doch Granit sollte man schön mögen und auch schon paar Klettermetern von Selbigem unter die Sohlen gebracht haben, sonst hält sich der Spaß in Grenzen. Denn wer auf Bohrhakendichte a la südfranzösischen Sportklettergebieten hofft, der wird sich enttäuscht abwenden. Es gibt Bolts an den Ständen und auf den Platten, die sich nicht selber absichern lassen. Ansonsten ist die Kletterei im Yosemite Nationalpark pures Trad-Klettern mit wenigen Ausnahmen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil das alpine Wetterrisiko gegen die stabile kalifornische Sonne einzutauschen. Das amerikanische  YDS = Yosemite Decimal System hat natürlich seine Wurzeln im Yosemite. Offiziell entspricht eine 5.10a ca. einer UIAA 6+. Abweichungen gibt es immer, in einigen Yosemite Führern locht eine 5.10a auch bei ´ner glatten 6 ein. Wie auch immer, für mich persönlich bewegt sich 5.10a im Yosemite irgendwo zwischen gefühlter 6+ und 7- mit deutlicher Tendenz zum oberen Ende des Toleranzbereiches hin. Auch viele 5.9 er brauchen sich nach meiner Einschätzung hinter der Götterverschneidung am Fladenstein (und die checkt mit satter 6+ ein) nicht zu verstecken. Speziell die Risse muss man sich ernsthaft erarbeiten. Also lieber erst mal gemäßigt starten.

Klettern unter der Sonne Nevadas, - die Red Rocks bei Las Vegas

 

 

Sportkletterrouten und steile  Mehrseillängen-Routen, entweder gut gebohrt oder mit Rissen und Verschneidungen die Friends und Keile nur so aufsaugen, auf engstem Raum beisammen, und dies alles noch im gewohnten Sandsteinfels unter der Sonne Nevadas – das ist doch eine Reise wert. Mit über 1700 Routen bieten die Red Rocks genügend Stoff für mehrere Wochen.  Tagsüber weit genug entfernt um nicht zu stören, lockt nachts die glitzernde Skyline aus Casinos und Hotels der Spielerstadt Las Vegas.
Doch während einige bei dem Gedanken an schöne Risslinien gleich schwitzige Finger bekommen und am liebsten gleich ein Flugticket buchen würden, winken andere nur ab: no Bolts – no Fun. Es gibt Beides, gut abgesicherte Sportklettereien und natürlich die typischen selbst abzusichernden amerikanischen Trad-Routen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil der stabilen Sonne Nevadas. Auch wenn in Kletterzeitschriften die Heros  nur in  oberen Schwierigkeiten abgebildet sind, findet der klassische Pfälzer 6er  Kletterer eine Unzahl von schönen Routen für die ein Besuch auf keinen Fall ausreicht. Apropos Bewertung, da lässt es sich ja immer trefflich drüber diskutieren. In den Staaten wird ja das YDS (Yosemite Decimal System) benutzt. Eine 5.10a entspricht ca. einer UIAA 6+. Für die Red Rocks kommt diese Bewertung auch gut hin. Hat man einmal das Einreiseprozedere (Achtung die Spaßtoleranz der Beamten liegt deutlich unter Null und mit Klettern und der dazugehörigen Ausrüstung wissen die Wenigsten was anzufangen) hinter sich gebracht liegen wirklich fast unbegrenzte Möglichkeiten vor Einem. Schnell den (von zu Hause aus gebuchten) Mietwagen abholen und das Abenteuer kann starten.

Klettern an den Desert Towers in der Wüste bei Moab(Utah)

Es begann alles mit einem Foto, das Jürgen mir zeigte. Ein schlanker majestätischer Turm aus rötlichem Sandstein mit glatten senkrechten Wänden in einem Wüsten-Canyon war zu sehen. Der Moses Tower im Tayler Canyon im Canyonlands Nationalpark in Utah. Dieses Bild brannte sich ein und der Traum war geboren.

Irgendwann später: Wir (Jürgen und Krille) lagen in der Dämmerung im Schlafsack unterhalb des Castleton Towers. Der Typ im Kletterladen von Moab hat uns diesen ruhigen Campground empfohlen. Sehr ruhig war es dann auch, denn der Campground bestand im Wesentlichen aus einem Hinweisschild „keinen Abfall zu hinterlassen“. Aber wir haben sehr schön mit direktem Blick auf den Castleton Tower unter freiem Himmel genächtigt.
Der Castleton Tower war auch unser Ziel für den nächsten Tag.
Wegen der zu erwartenden Tagestemperaturen war frühes Aufstehen angesagt. Aufstieg im Dämmerlicht, die ca. 300 Höhenmeter den Schuttkegel hoch sahen aus wie „ein Schritt vor und zwei zurück“, es ging aber wesentlich leichter.