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Kletterer: Andrea, Bild: B.Hampoelz

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Nordwand

Colton McIntyre, Grandes Jorasses, Point Walker

Text: M.Rüter, Photos: M.Rüter und Olov

Gebiet: Chamonix
Gipfel: Grandes Jorasses Point Walker 4208m
Tour: N-Wand Colton/McIntyre

Es handelt sich um eine kombinierte Führe rechts neben dem bekannten Walker-Pfeiler in der Noordwand der Grandes Jorasses, die in den 70er Jahren zum schwersten im Alpenraum gehörte und vom Einsteig zum Gipfel ca. 1.200 Höhenmeter beträgt, von der Hütte ca. 1900 Höhenmeter.

Samstag sind wir (mein Partner war der Schwede Olov) auf die Aig. Midi hochgefahren und sind da 4 Stunden rumgehangen, um uns etwas an die Höhe zu gewöhnen. Wetter so na ja, leichter Schneefall. Samstag Abend genießen wir in einem Chalet mit 15 Leuten ein tolles BBQ,....
Sonntag morgens war es immer noch bewölkt, aber wir haben die Sachen gepackt (jeder Schlafsack+ Biwacksack, 6 Eisschrauben, recht viele kleinere Cams, Jetboil und ein kleines Abendessen+kleines Frühstück + das übliche Zeugs für so eine Kombi-Tour). Um 11 dann Zug genommen nach Montenvers. Oben ist dann bestes Wetter und wärmer als in Cham. Blick auf Jorasses Nordwand: es sieht geil aus, die Angst steigt vor zu vielen Leuten.
Dann sind wir aber alleine auf Leschaux Hütte und mal will es nicht glauben: es kommt auch keiner mehr. 2 Italiener gehen zum Wandfuß, um für die Slovenen Route dort zu biwakieren.

Hasse-Brandler, Drei Zinnen, Dolomiten

Sieben Stunden gefahren, ca. 620 Kilometer, um 19:30 standen wir auf dem Parkplatz oberhalb der Aronzo Hütte direkt unter der Südwand der Drei Zinnen. Nach und nach füllte sich der Parkplatz mit Autos insbesondere solche in denen man nächtigen kann.
Es schien gerade so als ob alle in den Startlöchern standen schon seit Wochen um das allgemein gute Wetter am Wochenende zu nutzen um in die Zinnen einzusteigen. Der Parkplatz ist die schnellste und näheste Möglichkeit zu den Zinnen. So auch für uns. In knapp einer Stunde in die Nordwand der Grossen Zinne. Der Parkplatz hatte sich bis 22 Uhr so weit gefüllt, dass kein in der Nacht oder am frühen Morgen ankommendes Fahrzeug Platz fand. High Noon zum Sturm auf die Zinnen.
6.SL Hasse BrandlerMorgens um vier Uhr kam es dann auch zu einem Stirnlampengewitter am Parkplatz. Wecker klingelten, die Übernachtenden in den ehemaligen Bunkern am Fuß der Südwand kamen herunter, Kaffe wurde gekocht. Es ging los.
So standen wir kurz nach sechs Uhr am Einstieg der Hasse-Brandler. Der Route durch die Nordwand, erstbegangen in viertägiger Arbeit von Hasse, Brandler, Löw und Lehne auf der Suche nach der direkten Linie. Die klassische Route, durch Alex Hubers Solo Begehung nochmal einen Bekanntheitsgrad zugelegt.