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Andy in Boul'mich 7c+, Kronthal

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Weblog von roland

Klettern und DWS bei Löbejün

Diesmal war es ein ganz exotisches Klettergebiet in das unser Ausflug ging. Dem Einen wegen der Möglichkeit des Deep Water Soloings, dem Anderen wegen einer auch zu hier im Raum vergleichbaren Gesteinsart.
Es ging nach Löbejün in die dortigen Quarzporphyr Steinbrüche. Zugegeben 450 Km zu fahren um in einigen Steinbrüchen zu klettern muß nicht sein vor allem da wir noch am Frankenjura vorbei gefahren sind. Doch der Reiz des Anderen, des Neuen der hats ausgemacht und sowieso wird eh in jeder Menge in Steinbrüchen geklettert, sei es nun in Kronthal, Ziegelhausen oder Ettringen.
Löbejün kurz hinter Halle an der Saale, Sachsen-Anhalt, kleine Stadt im Saale Kreis mit mehreren Steinbrüchen in denen Quarzporphyr abgebaut wurde oder wird.

Klettern auf Koh Lao Liang, Thailand

Felsige Insel im südthailändischen Meer

 

Nach unserem Aufenthalt in Ton Sai wagten wir uns weiter tief in den Süden Thailands. Nach einigen anstrengenden Tagen des Beachings landeten wir auf dem kleinen felsigen Eiland Koh Lao Liang im Mu-Ko-Phetra-Nationalpark.

Aus verschiedenen Quellen wussten wir von dieser Insel und das Topo der Routen steht auch im letzten Thailand Climbing Guide. Ganz spontan kamen wir nicht auf die Insel, da eine Vorausbuchung auf dem einzigen Resort der Insel notwendig ist sonst hält das Speed-Boat der Tigerline schon gar nicht vor der Insel an.

Ko Lao Liang - eigentlich zwei getrennte Inseln. Beide haben kleine Strände und einige Höhlen, in denen Schwalbennester geerntet werden. Vor den Inseln liegen flache Riffe die laden zum Schnorcheln ein.

Eingerahmt von versinterten überhängenden Felsen liegt der einzige Strand auf der Insel. Etwa 300 Meter lang, Bäume im Hintergrund. Dort befindet sich dann auch das einzige Resort der Insel. 30 Zelte für max. 60 Besucher und ein open-air Restaurant stehen im hinteren Teil des Strandes verstreut unter Bäumen.
Nur die Tiger-Linie steuert die Insel an und da es kein Pier gibt legt das Insel-Longtailboot am Speedboat an und nimmt die Passagiere auf.

Zur Mittagszeit am Strand angekommen gibt es erstmal etwas gegen den Hunger und Kaffee. Nach dem Einchecken im geräumigen Zelt ging es dann auch bald zum Klettern. Ab ca. 11:30 kommen die Sektoren in den Schatten und dann mit leichtem Wind war es auch recht angenehm zum Klettern. 50 Meter neben den Zelten beginnen die ersten Touren.
Die ca. 50 Routen auf der Insel von 5b - 7c sind meist überhängend, gute Griffe und teilweise enorm versintert eben typischen Thailand. Allerdings gibt keine Herausforderung für den permanenten Hardmover. Meist um die 30 Meter hoch und noch rauh, nicht abgespeckt. Da die meisten Routen erst vor einigen Jahren eingebohrt wurden und die Insel auch nur eine begrenzte Zahl an Besuchern hat, die bei weitem nicht alle Klettern sind diese Touren noch nicht abgenutzt und es macht richtig Spaß dort zu klettern. Allerdings sollte man auch ein Auge auf die Tritte und Griffe werfen die benutzt werden. So ist es bei manchem Stalaktit ganz klar dass der eben nicht genommen werden sollte sonst isser weg...... und das muss nicht sein.
Alle Haken sind geklebt und es gibt kein Gedränge an den Routen - alles völlig entspannt.

Paradise Lost

Klettern in Thailand - erste Adresse und bekanntestes Gebiet, Krabi, Rai Leh, Ton Sai

 

Nach vier Jahren Abstinenz zog es mich mal wieder dorthin. War schon ganz gespannt wie's ausschaut, was sich geändert hat.
Die Landschaft und das Ambiente toll, es ist warm, das Meer.....
Allerdings die Details überraschten mich dann negativ.

Auffällig gleich nach Betreten des Ton Sai Beachs (Andaman Beach) ist die stinkende kloakenähnliche Brühe die sich unter der Freedom Bar herausschiebt. An einem Teil des Ton Sai Roofs entlangläuft um dann im Sand zu versickern. Wo läuft die nur hin? Wir waren dann dort nicht wirklich oft  im Meer schwimmen. Die dortigen Kletterrouten werden dann von dem Sandstreifen zwischen Kloake und Wand gesichert, mit der Chance, dass das Seil beim Abziehen in der Brühe landet.

Zugegeben wir waren in der High Season dort, doch dass ist wohl kein Grund die Müllberge hinter den Strand nahen Essensgelegenheiten und beiderseits der Wege so anschwellen zu lassen. Immerhin fühlen sich die großen meterlangen Echsen von dem Müll angezogen, der offensichtlich eine reichhaltiges Nahrungsangebot liefert. Ist ja auch toll so ne Echse zu sehen. Ich selbst hatte die letzte vor 13 Jahren dort erblickt. Jetzt steht ein Pulk von photografierenden Menschen um den stinkenden Müll herum, durch die sich die Echse nach Essbarem wühlt.
Hin und wieder wurde der Müll dann auch angekokelt wenn er unversehens von einem der Laubfeuer erfasst wurde. Dies gab ein besonderes Flair wenn die stinkenden Schwaden beim Mai Thai durch die Bar zogen.

Die enorme Zunahme der Touristen auf der Halbinsel hat selbstverständlich auch zur Folge dass der Bootsverkehr enorm gestiegen ist. Für An-, Abfahrt und Ausflüge werden meist Longtailboote genutzt. Macht Spass und ist immer wieder ein Erlebnis, aber die enorme Frequenz der fahrenden Booten ist verbunden mit einem dauernden Lärmpegel der durch nichts gedämmten Motoren der sich durchaus mit dem am Roten Fels im Frankenjura an schönen Frühlings- oder Sommertagen am Wochenende vergleichen lässt.
Schon lange sind die Korallen rundherum alle abgestorben.

Mittlerweile hat jedes Resort einen eigenen Generator, der stinkt nicht nur sondern der macht ebenfalls Lärm. Auch die Zunahme der Strom benötigten Geräte in den Bungalows, insbesondere die Klimaanlagen hat enorm zugenommen. Wo noch vor einigen Jahren ein einzelner Generator für vier Stunden am Abend zur Beleuchtung einiger Tische reichte, danach gabs Petroleum Lampen ausgeteilt, knattern heute die Generatoren Tag und Nacht. Das kann je nach Lage eine Dosis Schlaf verhindern.
Der Strom in Rai Leh kommt den Angaben zufolge jetzt vom Mainland, doch laufen immer noch Generatoren in Rai Leh.

Von den Umweltproblemen abgesehen ist für den Kletterer der Zustand der Routen von Interesse.
Viele der Routen, schätzungsweise mehr als die Hälfte, sind mittlerweile mit geklebten Titan Haken versehen. Das ist gut so. Unfälle durch Hakenbruch werden dadurch minimiert. (siehe auch Artikel: Absturz am Meer)
Allerdings kann die andere Hälfte der Routen nur noch mit einem unguten Gefühl oder am besten gar nicht mehr beklettert werden. Saniert sind die Routen insbesondere dort wo sich die meisten Kletterer aufhalten oder die Sektoren in denen die örtlichen Kletterschulen ihre Kurse abhalten. Die Initiative um Routen zu sanieren ging bisher meist von Kletterern aus dem Ausland aus. Stellvertretend sei hier Shamik genannt der über Jahre unermüdlich die Routen saniert hat.
Momentan wurde wieder einige Haken an der Thaiwand-Wall erneuert. Die Initiative in letzter Zeit ging wohl von den King-Climbers (Rai Leh) aus. Sämtliche Gelder für Sanierungsaktionen werden über Spenden eingeholt und je nach Lage kann dann saniert werden. Von seiten der Thailändischen Tourismus Behörden wird kein Geld in Sanierungen investiert (meine Wissenslage).
Ok ok ok Titan Haken sind teuer aber vielleicht bestünde die Möglichkeit von jedem Kletterer ein Obulus zu verlangen, dann würden diese schnell zusammen sein.
Weiter sollten die Schlingen als Zwischensicherung und die Schlingen am Umlenker regelmäßig erneuert werden, damit nicht wieder, wie geschehen, die Schlinge am Umlenker reißt. Wenn die Schlingen so marode sind dann hilft auch der Titan Haken nichts an dem die befestigt sind.
Leider gibt es in letzter Zeit kaum noch Neuerschliessungen vor Ort. Das ist schade da mittlerweile viele Routen so abgespeckt sind, dass es keinen Spaß mehr macht diese anzufassen.
Leider ist es für den thailändischen Tourismus wahrscheinlich egal ob der Tourist Kletterer ist oder nicht.

Insgesamt erschreckt hat mich die Konzeptionslosigkeit in Ton Sai. Sieht nicht gut aus......
Normalerweise ist in Thailand auch wenns manchmal undurchsichtig ist, alles bestens organisiert, betreffend Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ist es aber wie überall, erstmal weggeschaut......

Ganz so schlimm wie die Überschrift nach John Milton verspricht ist es noch nicht und selbstverständlich ist das Ambiente nach wie vor schön und ich will nicht nur unken denn auch wir hatten sehr schöne Tage und wir haben auch schöne Linien geklettert. Doch es hat sich extrem geändert seit ich dieses Stück Land kennengelernt habe.
(siehe auch Artikel: Das erste mal Thailand)

Auf Beschreibungen von Anfahrt, Unterkunft, Sektoren und ähnliches verzichte ich hier. Es gibt genug Beiträge im Netz dazu und auch viele Beiträge die alles durchaus positiv sehen. Aber das ist es nicht und was sich hinter den Kulissen abspielt habe ich hier nicht mal angekratzt.

 

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Ton Sai und Rai Leh Sonnenuntergang, Ton Sai Luki in Cross Eyed 7b, Melting Wall Blick aus der Melting Wall auf Ton Sai Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links:

Bedrohte Paradiese: Thailand - Naturzerstörung im Tropenparadies, WDR Sendung vom 02.08.2010, 51 Min

www.basecamptonsai.com - mit und entstanden aus Wee's Climbing School und Vermietung von Bungalows und Climbing-Shop

www.railay.com - Zusammenschluss verschiedener Betriebe in Rai Leh

 

Topo:

Kletterführer Thailand
  • 240 pages. 100 climbing areas.
  • Over 80 easy-to-read topo maps.
  • Covers all of Railey and Ton Sai in Krabi over 50 areas.
  • Info on all island climbing (Ko Phi Phi, Ko Yao Noi, Ko Laoliang)
  • Includes a chapter on Deep Water Soloing.
  • NEW: Bouldering on Ko Tao.
  • All climbing areas in Laos and sidetrips in Malaysia.
  • Route recommendations for every grade level.
  • Indicates recently rebolted routes.
  • All you need to know before you go.
  • Authored by local climbers!
5. Auflage 2009
EURO 27,- 

 

 

 

 

Herbst Klettern in Kalymnos

Rhein-Neckar Team zum Ausflug auf der Insel der 1000 Motorroller

Bienengleich schwärmen morgens hunderte von Motorrollern aus der kalymnischen Kletterhochburg Massouri. Mit dem Ziel zum besten Sektor, zur besten Tour. Kletternektar....
Meist zwei Kletterer auf einem Roller, ein Rucksack auf dem Rücken der andere zwischen den Beinen des Fahrers.
Oktober ist der Peak der Klettersaison auf Kalymnos. Nach meist einigen Minuten Fahrt ist der Abstellplatz für die Roller erreicht. Weiss-blaue Pylonen am Strassenrand kennzeichnen den Aufstieg zum Fels.
Wir entscheiden uns für einen der vielen leicht abdrängenden bis überhängenden Sektoren. Dort im bräunlich-orangen Kalk finden sich alle Formen von Sintern und Stalaktiten. Kletterei die es hierzulande so nicht gibt. Sinterfahnen neben schlanken Stalaktiten, nach unten oder immer wieder in sich verdickte Gebilde hängen vom Dach, Hand grosse Knubel zieren die Wand. Öfter sind die Gebilde zusammen gewachsen, bilden riesige Sanduhren, beim Klettern ein Bein durchgefädelt, der No-hand-rest ist perfekt. Oder weiten sich aus zu kleinen Plattformen, mit etwas Geschick findet sich eine Ruheposition - Stalaktiten reiten unterm Dach.

Damit ist die Kletterei, die viele in Kalymnos fasziniert schon charakterisiert. Lange anhaltende Ausdauerrouten an skurrilen Kalksteingebilden. Meist 35 Meter lang oft noch mit Extension.
In den mittlerweile 65 Sektoren mit ca. 1700 Routen - jeden Monat kommen neue Routen hinzu - gibt es nicht nur überhängende Kletterei - es gibt einfach alles. Graue Platten mit Leisten und Löchern, auch mal scharf, orangene senkrechte Wände an Leisten, zwischen den Graden 3 - 9a findet jeder sein Glück - aber alles lang.
Der graduelle Schwerpunkt des Kletterns liegt mit ca. 1150 Routen unter dem franz. siebten Grad. Es gibt ganz viel Potential für den Genusskletterer. Von der örtlichen Verwaltung werden auch einige Anstrengungen unternommen die Kost für den Kletterer reichhaltig und leicht verdaulich zu gestalten.
Gelder für Bolts werden jährlich zur Verfügung gestellt und die Wege zu den Sektoren werden geschaffen und markiert. Es gibt Empfehlungen für maximale Bohrhakenabstände und für die Umlenkungen, die eingehalten werden sollen. Weitere Bolts werden durch den Glaros Bolt Found, durch den Verkauf der aktuellen Updates zum Topo finanziert - eine Privatinitiative der Glaros Bar (Interview von Klettern.de)

Angekommen am heutigen Sektor der "Grande Grotta", ein absolutes Muss, sieht es so aus als hätten auch einige andere Kletterer die Idee gehabt. Das Publikum ist international. Die Mehrheit kommt aus Europa von Finnland über Bulgarien nach Spanien- Griechen sind eher seltener am Fels zu sehen. Doch auch Kletterer aus Amerika und aus Fernost sind immer wieder zu sehen.

Im riesigen Dach der Grotta gibts nichts zum einklettern, wohl aber in den übergehenden Sektor "Panorama", diese Routen sind dann leider besetzt. So gings dann gleich in die Trella 7a die eh ein Highlight in dieser Kategorie ist. Nach einer weiteren 6c+ und einer 7b+ ging es dann in einen Versuch der Zawinul Syndicat 7c+. Die Route zieht sich wie Aegialis oder Priapos ca. 35 Meter an der linken Seite der Grotta hoch und wird nach oben immer steiler. Absolute Super Touren. Nach diesem Versuch beliessen wir es auch dabei denn die Sonne schien nun direkt in die Grotta und gingen um die Ecke 300 Meter weiter zum Sektor Spartacus. Die Routen im Sektor sind auch alle machenswert, der Sektor auch gigantisch. Lange 6b's, Lange 6c's bis zu 8a. Nicht zu verpassen: Spartacus 7b+ super Loch- und Sinterkletterei. Hatte dann noch zwei Versuche in einer 7c (Arena?) an der linken Seite des Sektors die nach dem unteren Drittel eine recht boulderlastige kleingriffige Stelle hat, alles andere eher leicht, nach dem ausbouldern eigentlich nichts mehr ging und dann doch noch schnell den Gladiator 7b geklettert bin.

Nach einem solchen Tag mit super guten Touren, Aussicht aufs Meer und angenehme Wärme gings dann zum Essen in eines der vielen Restaurants um sich bei Bier, Wein und Ouzo durch die griechische Küche zu kosten.

In den folgenden Tagen waren wir noch in einigen Sektoren unterwegs doch fehlen bei weitem noch einige der 65. Besonders gefallen hat mir noch die Sikati Cave. In diesem riesigen Loch in der Landschaft, entstanden durch den Einsturz einer Höhle finden sich auch gigantische Überhängende Ausdauerrouten bis zu 70 Meter Höhe - anbei ein schöner Strand.

Bilder anklicken (5 von 26)
Telendos Die Sikati Cave Krille 7a in Arginonta, Bild: Krille Roland in Priapos 7c, Grande Grotta Roland in Eros 7b+, Sektor Arhi, Bild: Krille

 

 

 

 

 

 

Anreise
Am besten mit dem Flugzeug nach Kos, dann mit der Fähre (schnell ca. 25Min, langsam ca. 40 Min) nach Pothia dem Hauptort von Kalymnos. Von dort mit Taxi oder Bus ca. 10 Km weiter nach Massouri. Möglich auch mit Flugzeug nach Athen dort Inlandsflug direkt nach Kalymnos. Alternativ Flug nach Rhodos von dort etwas länger mit der Fähre nach Kos. Ebenfalls möglich mit der Fähre von Bodrum zwei Mal die Woche nach Kos.

Unterkunft
In sogenannten Studios für 2-3 Personen, mit Bad und Kochmöglichkeit. Zwischen 7 - 13 Euro/Pers./Tag. Campingplätze gibt es keine.

Essen und Trinken
Viele Restaurants in denen es griechische Fleisch und Fischspeisen gibt. Immer auch einen offenen Rotwein und zum Nachtisch gibts meist gebackene Teigbällchen in Honig und Zimt. Preise sind ähnlich wie hierzulande.
Da in den Studios auch eine kleinste Küchenzeile existiert kann auch selbst gekocht werden. Doch wenns nicht nur Pasta mit roter Soße geben soll ist es dank der Insellage auch nicht günstig. Im Hauptort Pothia kann etwas günstiger eingekauft werden.

Motorroller
....die können gemietet werden für ca. 10,- Euro/Tag. Die sind für die weiter entfernten Sektoren oder wer nicht im Massouri wohnt, notwendig. Viele Sektoren um Massouri sind per pedes zu erreichen. Für den Roller kann auch ne Zusatzversicherung abgeschlossen werden für 4,- Euro/Tag, falls der mal bei Wind umfällt :-)

Notfall
Die Routen in Kalymnos sind sehr gut abgesichert, das ist so gewünscht und wird auch eingehalten. Ist eine Route länger als 35 Meter wird ein Zwischenstand gebohrt. Da aber der Mensch an sich Fehler macht kommt es auch hier zu Abstürzen. Dann wird es kritisch - den die Rettung oder Erstversorgung von Verletzten ist praktisch nicht existent. Griechenland liegt in Europa aber in diesem Punkt weit entfernt von mitteleuropäischen Standards.
Angefangen von der Notrufnummer an dessen anderem Ende erstmal niemand englisch kann, 3x weiterverbunden bis jemand versteht: ja schickt eine Ambulance. Hubschrauber oder ähnliches gibt es nicht. Der/die Verletzte, egal wie schwer muss irgendwie bis an die Strasse gebracht werden das kann je nach Sektor ein mehrstündiges Unternehmen sein - Gnade wenn man alleine am Sektor ist. Die Ambulanzfahrer sind reine Fahrer, die trinken Cafe bis der Verletzte gebracht wird. Es gibt auch keinen Notfallkoffer, Sauerstoff oder ähnliches. Es gibt nur die Liege im Auto, es ist auch kein Arzt dabei. In Pothia gibt es dann ein Hospital, es sollte aber nichts kompliziertes sein, Röntgen gibts, Sonogramm nur manchmal.
Ist mir immer noch so nah vor Augen, dass ichs hier erwähnen muss. Also Knoten ins Seil.

Reisezeit
eigentlich das ganze Jahr. Im Winter kanns mal recht kalt sein insbesondere der Wind, Im Sommer kann nur im Schatten geklettert werden hier geht dann der kombinierte Bade-Kletterurlaub. Beste Zeit ist der späte Frühling und der Herbst.

Sektoren
Grande Grotta - bizarre Stalaktiten in der grossen Grotte
Spartacus - fast den ganzen Tag Schatten jede Tour besser als die andere
Odysee - auch lange Schatten, lange und mittellange Touren an Löchern und kleinen Sintern für jeden was dabei ab 6a
Poets - graue Platten mit kleinen Griffen
Kalydna - beinahe senkrechte Wandkletterei an Leisten, Löchern und Sinter, lang.
Sikati Cave - Loch in der Landschaft darin gigantische Sintertouren neben Grande Grotta das Highlight
Ghost Kitchen - bizzare Stalaktiten, nicht zu steil
Arhi - überhängendes und viele graue Platten lange Touren direkt oberhalb der Bucht von Arginonta

Sonstiges
....gibts nicht viel, bisschen baden, wandern, Ausflug nach Telendos dort auch klettern

Topo

Der Neue Kletterführer von Kalymnos ist gerade erst Ende Oktober erschienen.