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Weblog von krille

Sommernachlese – Chamonix ist immer eine Reise wert

Klettereien im Granit von Chamonix

 

Wer die Kletterei im Granit mag der kommt früher oder später nicht am Granit von Chamonix vorbei. Speziell der rötliche, feste Granit mit vielfältigen Strukturen begeistert immer wieder. Also ging es diesen Sommer wieder ins Mont Blanc Massiv. Zuerst ins Val de Ferret.
Leo und Ralf kannten da einen guten Parkplatz am Ende des Tales als Anlaufbasis für die ersten Tage. So starteten wir am ersten Tag zu viert (Leo, Ralf, Hartmut, Krille) eine knappe Stunde in Richtung Dalmazzi Hütte an die Parete dei Titani.
Da gibt es gut gesicherte alpine Sportklettereien bis zu 10 Seillängen. Also die beste Art um wieder reinzukommen in die Granitkletterei. Platten, Reibung, Risse und Käntchen alles dabei. Wir hatten zwar kein Topo, aber die Klettereien ließen sich auch ohne Wissen der Schwierigkeitsgrade super spulen, so dass 15 Seillängen schnell zusammenkamen. Am 2. Tag starteten Leo und ich ein Konditionstraining in Form des Zustieg zur Dalmazzi Hütte (800 Höhenmeter) und dann noch weitere 400 Höhenmeter weiter hoch zum Klettern an die Monts Rouges de Triolet. Nachhinein ist man schlauer, statt des 2. Zustieges hätten wir die Höhe auch über eine der Routen am Vorbau erreichen können. Die Kletterei am Monts Rouges de Triolet (profumo prohibito) ist lohnenswert, schöne Plaisierkletterei im festen Granit.

Yosemite

 

 

Yosemite – selbst Nichtkletterer wissen damit etwas anzufangen. Ist das nicht der Riesenberg, an dem die zwei Brüder die außen lang zum Kühlschrank klettern so ein Schnellkletter-Rekord  aufgestellt haben? Tja der Kinofilm „Am Limit“ von den Huber Brüdern macht’s möglich.

Yosemite, das ist das Granit-Eldorado weltweit überhaupt. Doch die Kletterei spielt sich nicht nur im Valley – wie es die Amis nennen – sonder auch oben in den  Tuolumne Meadows ab. Doch Granit sollte man schön mögen und auch schon paar Klettermetern von Selbigem unter die Sohlen gebracht haben, sonst hält sich der Spaß in Grenzen. Denn wer auf Bohrhakendichte a la südfranzösischen Sportklettergebieten hofft, der wird sich enttäuscht abwenden. Es gibt Bolts an den Ständen und auf den Platten, die sich nicht selber absichern lassen. Ansonsten ist die Kletterei im Yosemite Nationalpark pures Trad-Klettern mit wenigen Ausnahmen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil das alpine Wetterrisiko gegen die stabile kalifornische Sonne einzutauschen. Das amerikanische  YDS = Yosemite Decimal System hat natürlich seine Wurzeln im Yosemite. Offiziell entspricht eine 5.10a ca. einer UIAA 6+. Abweichungen gibt es immer, in einigen Yosemite Führern locht eine 5.10a auch bei ´ner glatten 6 ein. Wie auch immer, für mich persönlich bewegt sich 5.10a im Yosemite irgendwo zwischen gefühlter 6+ und 7- mit deutlicher Tendenz zum oberen Ende des Toleranzbereiches hin. Auch viele 5.9 er brauchen sich nach meiner Einschätzung hinter der Götterverschneidung am Fladenstein (und die checkt mit satter 6+ ein) nicht zu verstecken. Speziell die Risse muss man sich ernsthaft erarbeiten. Also lieber erst mal gemäßigt starten.

Klettern unter der Sonne Nevadas, - die Red Rocks bei Las Vegas

 

 

Sportkletterrouten und steile  Mehrseillängen-Routen, entweder gut gebohrt oder mit Rissen und Verschneidungen die Friends und Keile nur so aufsaugen, auf engstem Raum beisammen, und dies alles noch im gewohnten Sandsteinfels unter der Sonne Nevadas – das ist doch eine Reise wert. Mit über 1700 Routen bieten die Red Rocks genügend Stoff für mehrere Wochen.  Tagsüber weit genug entfernt um nicht zu stören, lockt nachts die glitzernde Skyline aus Casinos und Hotels der Spielerstadt Las Vegas.
Doch während einige bei dem Gedanken an schöne Risslinien gleich schwitzige Finger bekommen und am liebsten gleich ein Flugticket buchen würden, winken andere nur ab: no Bolts – no Fun. Es gibt Beides, gut abgesicherte Sportklettereien und natürlich die typischen selbst abzusichernden amerikanischen Trad-Routen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil der stabilen Sonne Nevadas. Auch wenn in Kletterzeitschriften die Heros  nur in  oberen Schwierigkeiten abgebildet sind, findet der klassische Pfälzer 6er  Kletterer eine Unzahl von schönen Routen für die ein Besuch auf keinen Fall ausreicht. Apropos Bewertung, da lässt es sich ja immer trefflich drüber diskutieren. In den Staaten wird ja das YDS (Yosemite Decimal System) benutzt. Eine 5.10a entspricht ca. einer UIAA 6+. Für die Red Rocks kommt diese Bewertung auch gut hin. Hat man einmal das Einreiseprozedere (Achtung die Spaßtoleranz der Beamten liegt deutlich unter Null und mit Klettern und der dazugehörigen Ausrüstung wissen die Wenigsten was anzufangen) hinter sich gebracht liegen wirklich fast unbegrenzte Möglichkeiten vor Einem. Schnell den (von zu Hause aus gebuchten) Mietwagen abholen und das Abenteuer kann starten.

Update Klettern Korsika

Tafoni-Strukturen im korsischen Granit

 

Dieses Jahr zog es uns zu Pfingsten nach Korsika zum Granit-Klettern.
Nachdem wir in 2010 schon mal diverse Gebiete angetestet haben, ging es diesmal ganz gezielt nur ins Restonica Tal und an den Bavella Pass. Der Schwerpunkt lag eindeutig auf Mehrseillängentouren und davon gibt es viele.  Ein neuer  Auswahlführer "Grandes Voies de Corse" verzeichnet 80 Routen. Knapp 20 davon überschneiden sich mit den 65 im Topoguide-Führer beschriebenen Routen. Also genügend Potential für einen schönen Kletterurlaub. Doch oft ist schon beim Zustieg ein guter Orientierungsinn gefragt.