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Ankunft in Cresciano

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Wochenende am Krappenfels

Kieselei im Alsace

 

Nach einigen endlosen Mails hin und her, nach dem Abwägen des Wetters und der vorangegangenen feuchten Tage war die Entscheidung gefallen. Es ging ins Elsass, genauer an den Krappenfels bei Lutzelbourg. Für mich neues Gelände.

Der Fels oberhalb des Örtchens Lutzelbourg gleich neben Saverne ist in einem Bereich schon seit vielen Jahren eingebohrt, doch ein Grossteil der Routen wurden erst in 2009 eingebohrt. Hier vor allem durch Armand Baudry und Laurenzo Saccomani. Die Anzahl der Routen stieg mittlerweile von ca. 20 auf ca. 120.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt und zehn Minuten Zustieg sind wir am Ziel. Erster Eindruck: die etwas andere Kletterei. Der Fels dem Buntsandstein zugehörig besteht aber weniger aus Sandstein denn aus zusammengebackenen Kieseln zumeist in der Grobkiesfraktion. Handgroße Steine finden sich auch, im Verhältnis aber weniger. In der Region Saverne haben die meisten Felsen diesen Bestand.

Tage in den Dolomiten

Die Wetteraussichten sind gut, eine Woche frei genommen zusammen mit den Wochenenden macht das neun Tage.
Freitag Nachmittag, alles gepackt, schnell an die Tankstelle, vollgetankt, bezahlt und....
Das Auto springt nicht mehr an, nicht zu fassen - geht nicht mehr. Die Jungs von der Werkstatt hinter der Tanke haben sich dann noch ne Stunde bemüht aber den Grund nicht gefunden... im übrigen bis heute unklar. Danke hier nochmal an die Schaffer die sich in der Freitagnachmittag Feierabend Zeit abgezappelt haben. Ok nichts zu machen.

Da war erstmal ein Wochenende im Frankenjura angesagt. Sonntag abend dann zurück, da bietet mir Kletterkollege Andi - den muss ich jetzt namentlich nennen, sein Auto an. Drei Mal Kniefall, ich habs genommen.

Montag gings dann direkt in die Dolomiten zum Passo Giau. Für den nächsten Morgen war zum Eingewöhnen eine moderate Route im 7a Bereich ausgesucht. "Love my dogs" am Lastoni di Formin. Zur Route südseitig gelegen am Spiz de Mondeval ist ca. eine Stunde zu gehen, 9 SL, alle Haken sind solide Bohrhaken.

Besuch in der Montagne de Céüse

Allgemein bekannt als "Bestes Sportklettergebiet in Frankreich" oder eines der weltweit besten Sportklettergebiete 

 

 

Spontane Ideen kommen recht gut und spontan kam auch die Idee für die Fahrt nach Céüse.
Dank eines Feiertages und der Aussichtslosigkeit auf trockenes Wetter in nächster Nähe gings nach Céüse. Gefahren wurde über Nacht und irgendwann im Morgengrauen die Zelte auf der Wiese des Camping les Guerins aufgestellt. Ein paar Stunden Schlaf, dann der Blick nach oben. Dort oben steht sie die Montagne de Céüse. Beeindruckend. Die Sektoren gut zu erkennen, Berlin, Biographie, Demi Lune - Zauberworte in Kletterkreisen, eingebrannt ins kollektive Klettergedächtnis.
Céüse - grandiose Wand ca. 3,5 km lang, ausgerichtet von Ost über Süd nach West und je nach Temperatur und Jahreszeit kann mit der Sonne oder dem Schatten geklettert werden. Auf 180 Grad kreisrund in Form eines Tellers mit massiven Kalkwänden die ihresgleichen suchen. Weltbeste Routen in einem weltbesten Klettergebiet.

Yosemite

 

 

Yosemite – selbst Nichtkletterer wissen damit etwas anzufangen. Ist das nicht der Riesenberg, an dem die zwei Brüder die außen lang zum Kühlschrank klettern so ein Schnellkletter-Rekord  aufgestellt haben? Tja der Kinofilm „Am Limit“ von den Huber Brüdern macht’s möglich.

Yosemite, das ist das Granit-Eldorado weltweit überhaupt. Doch die Kletterei spielt sich nicht nur im Valley – wie es die Amis nennen – sonder auch oben in den  Tuolumne Meadows ab. Doch Granit sollte man schön mögen und auch schon paar Klettermetern von Selbigem unter die Sohlen gebracht haben, sonst hält sich der Spaß in Grenzen. Denn wer auf Bohrhakendichte a la südfranzösischen Sportklettergebieten hofft, der wird sich enttäuscht abwenden. Es gibt Bolts an den Ständen und auf den Platten, die sich nicht selber absichern lassen. Ansonsten ist die Kletterei im Yosemite Nationalpark pures Trad-Klettern mit wenigen Ausnahmen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil das alpine Wetterrisiko gegen die stabile kalifornische Sonne einzutauschen. Das amerikanische  YDS = Yosemite Decimal System hat natürlich seine Wurzeln im Yosemite. Offiziell entspricht eine 5.10a ca. einer UIAA 6+. Abweichungen gibt es immer, in einigen Yosemite Führern locht eine 5.10a auch bei ´ner glatten 6 ein. Wie auch immer, für mich persönlich bewegt sich 5.10a im Yosemite irgendwo zwischen gefühlter 6+ und 7- mit deutlicher Tendenz zum oberen Ende des Toleranzbereiches hin. Auch viele 5.9 er brauchen sich nach meiner Einschätzung hinter der Götterverschneidung am Fladenstein (und die checkt mit satter 6+ ein) nicht zu verstecken. Speziell die Risse muss man sich ernsthaft erarbeiten. Also lieber erst mal gemäßigt starten.