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  • 20 . Offene Rheinland - Pfalz - Meisterschaft 2016 im Lead, Frankenthal 17.09.2016
  • Zwei Boulder dazu am Schiessplatz

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mantle

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Schriesheim high end

‹ Feinstaubbelastung Riesenstein ›

Das Schriesheimer Klettergebiet ist Garant für lockeres Plaisirklettern,
klettern im warmem Abendlicht und zumindest am Wochenende eine erhöhte Dichte von Kletterern.
Tatsächlich bietet der ehemalige Porphyrsteinbruch auf seinen Stufen (Bermen), mit Rissen, Auflegern und Leisten in senkrechter Kletterei hauptsächlich Schwierigkeiten im 5 - 7 Grad.
Von den etwa 225 bestehenden Touren (legt mich nicht fest) sind alleine 79 im 6.Grad und 56 im 7.Grad.

Da die Strukturen des Felses keine wirklich schweren Touren hergeben,
sind auch die Touren ab 8+ aufwärts gezählt. Sind es doch gerade mal 11 Touren die den Grad oder darüber aufweisen.
Doch klettern ab diesem Grad in Schriesheim heißt kleine und kleinste Leisten zu ziehen und in dem oft nicht sehr reibungsfreundlichen (vergleiche Sandstein) meist senkrechtem Fels muß der Fuß schon genau stehen damit dieser auch dort bleibt.
Da der Schriesheimer Bruch nun wirklich nichts für absolute high end
mover aufweist und für Kletterer um den 9ten grad zumeist, oft zu Unrecht, nicht attraktiv genug ist, es gibt ja nichts richtig Steiles, ist der in diesem Grad Kletternde zumeist alleine Unterwegs. Gradverteilung in Schriesheim

Schon Anfang der 80er Jahre wurde mit der Route "Big dog" eine eindrucksvolle Linie von R.Mühe gefunden und erstiegen. Die erste Rotpunktbegehung des 20m Rißes konnte dann M.Pfleger verbuchen. Der Riss mit 8+ bewertet, bleibt im unteren Bereich nach Niederschlägen relativ lange feucht da er Nord ausgerichtet ist.

1986 wurde mit der "Cosmopolitan", erstmals der 9te Grad erreicht. Die Cosmo als Technotour eingerichtet von R.Habich (dem aktivsten Erschließer des Bruchs) wurde von Andreas Flögel frei durchstiegen. Die Tour damals mit 9 bewertet, dann später durch einen Ausbruch leichter geworden und mit 8+/9- bewertet hat für Kletterer jeder Größe etwas aufzuweisen. Steht der große Kletterer nach dem ersten Haken etwas verkrampft und tut sich schwer, so ergibt sich für den kleinen Kletternden im oberen Bereich durch den etwas dynamisch anzuschnappenden Slopper die Schwierigkeit. Neuerdings fehlt im unteren Bereich wieder ein Stückchen Fels.

Ebenfalls als erstes frei durchsteigen konnte Andreas Flögel die heute "leider" nicht mehr existierende "Siffilis". Diese mit 9- bewertete Tour fiel der sog. Korridorlösung zum Opfer: Information.
Leider konnte ich diese Tour damals nur noch im Top Rope genießen, ein paar Tage bevor der Bereich geschloßen wurde.

Auch von A.Flögel ist die Kurze Boulderartige Tour "Speedy Gonzalez", 8+, Name ist Programm, auf der dritten Etage.

Aufgrund nicht vorhandener Strukturen war die Suche nach schweren Touren schwierig. Ins Auge fiel dann der auf der zweiten Stufe existierende kurze überhängende Bereich der aber bis auf eine Rißspur wenig Kletterbares aufwies.

Florian Eigler behalf sich dann durch das Erschaffen von Haltemöglichkeiten mit der Bohrmaschine. Diese Route mit Namen "Käsefee", heute mit 9+/10- bewertet weißt auf dem kurzen überhängenden Stück ein- und zwei Finger Löcher auf, diese gilt es durch zu ziehen und zu blockieren. Eine richtig kräftige Tour. Von Vorteil ist wenn die Finger genau in die Löcher passen, also 15er finger zu 15er Loch oder so.

Die ebenfalls durch zwei Zweifingerlöcher und einem Einfingerloch durch F.Eigler begehbar gemachte Route "Graceland", 9-, auf der ersten Stufe, weist außer dem netten halbdynamischen Ausstiegszug, keine nennenswerte Schwierigkeiten aus.

Mitte der 90er entstanden noch weitere Routen im 9er Grad.
Die mit drei künstlichen, bohrmaschinenhergestellten Griffen und einem mit Sika vergrößertem Griff versehene Route "Killing Joke", 9-/9 von Ralf Blumenschein ist mein persönlicher Favorit. Diese glatte Platte in der untersten Stufe des Bruches, wäre wohl nach heutigen Erkenntnissen, man weiß nicht was die Zukunft bringt, nicht begehbar gewesen ohne diese Griffe. Hier heißt es kl. abschüssige Leisten zu pressen und exakt zu Stehen. Die Tour wird nicht oft begangen und eine onsight Begehung steht noch aus.

Auf der obersten Stufe wurde mit "The Beast", 9-/9, seit neuestem auch 9, von Andreas Graf v. Zedtwitz ebenfalls eine schöne Linie geschaffen. Diese ist vor allem komplett natürlich und fest. An kleinen Leisten hoch, Ruhepunkt, weiter an kleinen Leisten, glatt an Wand anstehen, Griffwechsel an kleinem Griff oder wahlweise halbdynamisch nach oben von kl. Seitleiste weg, Kreuzgriff zu kl. Guten und dann zu gr. guten Griff, danach leichter. Persönlich stufe ich diese Tour leichter ein als "Killing Joke".
Als Variante zu The Beast gibt es dann noch "Vitalis", 8+. Einstieg über Zugluft, Ausstieg zwischen Zugluft und The Beast.

Bleibt in der oberen Stufe noch der "Doktor mit dem Hammer", 9. Die Tour eingebohrt von M.Reuther, ist lang und auch hier eine Platte mit präzisem Stehvermögen. Die Platte auch komplett natürlich, wird auch nicht oft begangen und dadurch sind die winzigen Trettfragmente auch nicht unbedingt fest aber gefahrlos zu treten, da gut abgesichert. Vor einigen Jahren seilte ich über die Tour ab um zu putzen und alle Laschen fest zu schrauben!!!. Diese waren alle komplett locker. Danach habe ich die Tour begangen. Ich kenne keine weiteren RP Begehungen dieser Tour. Der Ausstieg sollte saniert und die losen Brocken entfernt werden.

Später noch hinzu gekommen ist in der ersten Stufe von Markus Mayer die Route "Ovella Negra", 9-/9. Das schwarze Schaf der einwenig durch Sika unterstützten Tour ist wohl der Sprung an die kleine Leiste.

Bleibt noch das ewige Projekt "Trianon", eingebohrt von Sebastian Schwertner, zu erwähnen. Diese Rißspur in der zweiten Stufe links neben der Käsefee erhält in lezter Zeit Besuch, zu sehen an den Magnesia Spuren. Bleibt zu hoffen dass es durchgestiegen werden kann und Schriesheim eine neue Toproute beschert wird.

Nachtrag: Trianon wurde am 20.03.08 erstmalig durchstiegen und mit 10-/10 bewertet. Somit gibt es eine neue Toproute in Schriesheim und damit eine der momentan schwierigsten Routen im Odenwald.

 

viel Spaß im Bruch

.....und auch im Winter läßt es sich dort gut klettern insbesondere bei Sonnenschein und Ostwind. Im Winter In Schriesheim

klettern bei jedem Wetter

wichtig ist noch zu erwähnen, dass das Klettern in Schriesheim fast das ganze Jahre möglich ist.

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