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Klettern und Kletterer, Gebiete und Routen, Namen und Menschen um Heidelberg.

Betrachtung des Kletterschuhs Evolv Bandit SC

 

Kletterschuh Bandit SC von Evolv

 

Vor einigen Jahren bin ich zu den Kletterschuhen der Marke Evolv gewechselt. Gewechselt bin ich von einer anderen bekannten Marke aufgrund des besseren Preisleistungsverhältnisses und heute habe ich ein paar neue Evolv Bandit SC aus der Verpackung geschält. Schön sindse, rot, grau, schwarz. Fühlt sich gut an eben Qualität von Evolv. Das SC steht übrigens für strap closure also es ist ein Klettverschluss (Velcro) Schuh.

Passen
Wie alle Evolv Schuhe hat auch der Bandit einen guten bequemen Schnitt für die Füsse. Der Komfort und die Leistung wird gesteigert von zwei Lagen synthetischen Leders (Synthratek) im Oberteil des Schuhs. Das Material fühlt sich bequem an. Kein Reiben, kein Zwicken, das Innenmaterial (Futter) besteht aus Microfasergewebe. Der Zehenbereich der Schuhe ist schmal und spitz. Genau dort wo es soll liegt der Fuss auch eng an. Die ersten zwei Male zu eng. Doch das Material weitet sich etwas und dann sitzt der Schuh perfekt. Persönlich trage ich in den Strassenschuhen meist 44,5. Laufschuhe eher 45,5. Mit einer Schuhgrösse von 44 bin ich mit den Größen von Evolv-Schuhen zufrieden. Selbst bei längeren alpinen Routen, vorausgesetzt der Schuh wird am Stand auch mal ausgezogen. Ansonsten hatte ich mir auch schon Größe 43 zugelegt doch diese Größe schmerzt dann eher und erfordert etwas Schmerztoleranz.

Yosemite

 

 

Yosemite – selbst Nichtkletterer wissen damit etwas anzufangen. Ist das nicht der Riesenberg, an dem die zwei Brüder die außen lang zum Kühlschrank klettern so ein Schnellkletter-Rekord  aufgestellt haben? Tja der Kinofilm „Am Limit“ von den Huber Brüdern macht’s möglich.

Yosemite, das ist das Granit-Eldorado weltweit überhaupt. Doch die Kletterei spielt sich nicht nur im Valley – wie es die Amis nennen – sonder auch oben in den  Tuolumne Meadows ab. Doch Granit sollte man schön mögen und auch schon paar Klettermetern von Selbigem unter die Sohlen gebracht haben, sonst hält sich der Spaß in Grenzen. Denn wer auf Bohrhakendichte a la südfranzösischen Sportklettergebieten hofft, der wird sich enttäuscht abwenden. Es gibt Bolts an den Ständen und auf den Platten, die sich nicht selber absichern lassen. Ansonsten ist die Kletterei im Yosemite Nationalpark pures Trad-Klettern mit wenigen Ausnahmen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil das alpine Wetterrisiko gegen die stabile kalifornische Sonne einzutauschen. Das amerikanische  YDS = Yosemite Decimal System hat natürlich seine Wurzeln im Yosemite. Offiziell entspricht eine 5.10a ca. einer UIAA 6+. Abweichungen gibt es immer, in einigen Yosemite Führern locht eine 5.10a auch bei ´ner glatten 6 ein. Wie auch immer, für mich persönlich bewegt sich 5.10a im Yosemite irgendwo zwischen gefühlter 6+ und 7- mit deutlicher Tendenz zum oberen Ende des Toleranzbereiches hin. Auch viele 5.9 er brauchen sich nach meiner Einschätzung hinter der Götterverschneidung am Fladenstein (und die checkt mit satter 6+ ein) nicht zu verstecken. Speziell die Risse muss man sich ernsthaft erarbeiten. Also lieber erst mal gemäßigt starten.

Klettern unter der Sonne Nevadas, - die Red Rocks bei Las Vegas

 

 

Sportkletterrouten und steile  Mehrseillängen-Routen, entweder gut gebohrt oder mit Rissen und Verschneidungen die Friends und Keile nur so aufsaugen, auf engstem Raum beisammen, und dies alles noch im gewohnten Sandsteinfels unter der Sonne Nevadas – das ist doch eine Reise wert. Mit über 1700 Routen bieten die Red Rocks genügend Stoff für mehrere Wochen.  Tagsüber weit genug entfernt um nicht zu stören, lockt nachts die glitzernde Skyline aus Casinos und Hotels der Spielerstadt Las Vegas.
Doch während einige bei dem Gedanken an schöne Risslinien gleich schwitzige Finger bekommen und am liebsten gleich ein Flugticket buchen würden, winken andere nur ab: no Bolts – no Fun. Es gibt Beides, gut abgesicherte Sportklettereien und natürlich die typischen selbst abzusichernden amerikanischen Trad-Routen. Trad steht für traditional und ist dem europäischen Alpinklettern gleichzusetzen, mit dem Vorteil der stabilen Sonne Nevadas. Auch wenn in Kletterzeitschriften die Heros  nur in  oberen Schwierigkeiten abgebildet sind, findet der klassische Pfälzer 6er  Kletterer eine Unzahl von schönen Routen für die ein Besuch auf keinen Fall ausreicht. Apropos Bewertung, da lässt es sich ja immer trefflich drüber diskutieren. In den Staaten wird ja das YDS (Yosemite Decimal System) benutzt. Eine 5.10a entspricht ca. einer UIAA 6+. Für die Red Rocks kommt diese Bewertung auch gut hin. Hat man einmal das Einreiseprozedere (Achtung die Spaßtoleranz der Beamten liegt deutlich unter Null und mit Klettern und der dazugehörigen Ausrüstung wissen die Wenigsten was anzufangen) hinter sich gebracht liegen wirklich fast unbegrenzte Möglichkeiten vor Einem. Schnell den (von zu Hause aus gebuchten) Mietwagen abholen und das Abenteuer kann starten.

Klettern in der Agiofarago, Kreta

 

Nach einem klettertechnisch eher anspruchsvollen September ging es denn im Oktober auf die griechische Insel Kreta.
Wie im Voraus schon klar eher zum extrem entspannen und weniger zum Klettern. Kreta ist auch keiner der Hotspots und auch nicht ganz bekannt zum Klettern.
Doch unweit unseres "Basecamps" in Pitsidia im Süden Kretas gibt es die Agiofarago (Schlucht) eines der noch immer
wenigen Klettergebiete auf der großen Mittelmeerinsel. In Sachen Klettern etwas unterentwickelt wenn man den kleinen
"großen" Bruder Kalymnos betrachtet. Zugegeben die Dichte auf engstem Raum ist hier nicht möglich und die Zugänge zu den Gebieten sind nicht so komfortabel aber es bestehen weit mehr Möglichkeiten als momentan vorhanden. Auf alle Fälle hat es mich dann doch einige Male in die Schlucht gezogen.

Kreta - Jahrtausende alte Kultur, große Insel im Mittelmeer, Handelsknotenpunkt in der Antike, Raki trinken bis zum Abwinken, schon die Römer haben die Insel abgeholzt seit dem geben die allgegenwärtigen Ziegen ihr Bestes dazu, die Landschaft karg zu erhalten und lassen auch den Kletterer besser einen Helm tragen da die Ziege immer oben steht - in der Wand.

Neues Topo für den Sektor Supercrack

 

 

Seit der letzten Ausgabe des Odenwald Kletterführers ist einige Zeit vergangen und die steht bekannterweise nicht still.
So auch nicht im Klettergebiet Ziegelhausen. Es wurde saniert, begangen und vollendet.
Die Kletterei im Klettergebiet Ziegelhausen 3 konzentriert sich während der halbjährig geöffneten Phase auf den Sektor Supercrack. Der Sektor Batman ist zu klein und bietet nur drei lohnende Routen und der Sektor Knifeblade ist ganzjährig gesperrt und die Haken wurden durch das Regierungspräsidium Karlsruhe, 2009 entfernt.
So erfreut sich der Sektor Supercrack dank erweiterten Angebots an Routen auch größerer Beliebtheit bei Heidelberger Kletterern.
Allerdings steht mancher vor der Wand und zweifelt ob er nun in die richtige Route geht, der Ortsunkundige sowieso.