News

  • Baumsturz Ziegelhausen 2
  • Jakob Jorda klettert Den Arsch hingehalten....10- in Ziegelhausen 3
  • Sebastian Schulze 1. Wiederholung Superarsch of Highdelberg 10-, clean, Ziegelhausen 3
  • Eric Somitsch klettert logische Linie 10-, clean in Ziegelhausen 3
  • Vorträge im November, Messner in Heidelberg, Kaltenbrunner in Weinheim

Bild aus Archiv

Rasmus, Gerdina (enhanced performance mode)

Neueste Kommentare


Newsfeeds dieser Seite einbinden

Klettern und Kletterer, Gebiete und Routen, Namen und Menschen um Heidelberg.

Leonidio - das neue Kalymnos?

Alle Bilder und Text by Krille

In den Klettermagazinen und im Internet wird taucht immer wieder mal das Klettergebiet Leonidio auf den Peleponnes in Griechenland auf. Es ist vom "neuen Kalymnos" die Rede und die Fotos zeigen hohe rötliche Felswände mit Meerblick.
Ein Blick ins Internet zeigt viel Bewegung beim Sektoren- und Routenerschließen. Als dann im Ende 2014 erschienenen Auswahlführer über Griechenland für Leonidio mehr als 300 Routen auf ca. 45 Seiten aufgeführt werden, steht der Entschluss fest: Im November 2015 geht es zur Sommerverlängerung inklusive klettern nach Griechenland auf die Peleponnes. Nach Athen gibt es um diese Jahreszeit recht günstige Flüge, auch unabhängig vom streikanfälligem Kranich, und mit dem Mietwagen sind es 3 bis 3,5 Stunden ab Flughafen bis Leonidio. Mit dieser stressfreien und wetterunabhängigen Anreise punktet das Klettergebiet schon mal im Vergleich mit Kalymnos. Wir hatten uns eine Ferienwohnung am Meer einige Kilometer vor Leonidio in dem kleinen gemütlichen Fischerdörfchen Sampatiki ausgesucht. Frühstück auf der Terrasse mit Blick in den Fischerhafen. Und dann ging es an die sonnigen Südwände.

"Mir machen da mal nuff" - Wege klettern in der Sächsischen Schweiz

Alle Bilder und Text by Krille

Blick nach unten, ja es ist wieder Zeit für eine weitere Schlinge, Blick nach oben, ok zum Ring sind es noch 5 bis 6 Meter. Da bieten sich die Zacken und Knubbel für ne Fusselschlinge doch an. Und weiter geht es. Das klettern mit Kopf,Griffe finden ohne Magnesiaspuren, Sicherungspunkte finden und den Sicherungen vertrauen macht Spaß. Wenn auch die Sache mit dem Einhandknoten noch nicht so ganz perfekt klappt, ab und an müssen die Zähne helfen. Deshalb ist hier nicht Routenspulen sondern Wege klettern angesagt. Unterschiede gibt es noch viele. Aber erst einmal was zum Gebiet. Ja es geht um die Sächsische Schweiz. Eigentlich das größte Klettergebiet in Deutschland. Aber auch ein Gebiet an dem sich die Geister scheiden. Mein Plus ist, dass ich hier in den 70 ern mit dem Klettern begonnen habe. Beim vielen Herumreisen in der Welt habe ich fast vergessen wie schön die Kletterei hier ist. Zum Glück nur fast. Deshalb kam es in diesem Herbst zu einem längeren Wiedersehen mit dem sächsischen Elbsandsteingebirge.

Caminito Del Rey - über die Zähmung des "gefährlichsten Wegs der Welt"

oder die verlorenen Kletterouten von El Chorro

 

Der gefährlichste Weg der Welt ist wieder begehbar - so schreibt die Tageszeitung "Die Welt" am 12.03.2015, so oder ähnlich ist es in vielen Medien zu lesen.
Nun zugegeben der Camino del Rey oder Caminito del Rey in der Schlucht bei El Chorro in Andalusien ist kein normaler Spaziergang - ausgesetzt ist der Weg, grandiose Blicke in die Tiefe der Schlucht hält er bereit. Nun ist der Weg gezähmt, der Tiger wurde zum Lamm. Der Spaziergänger kann sich nun getrost einen kleinen Schwindel anhand des Blickes in die Tiefe erlauben, der Boden hat keine Löcher mehr und das Geländer fängt den Geplagten auf. Nur das Speien übers Geländer könnte Konsequenzen nach sich ziehen - den sicherheitsrelevanten Aspekt gilt es hier zu berücksichtigen und wir befinden uns hier im Naturschutzgebiet.

Buchvorstellung: Kletterführer Alpen Band III von Topoguide.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute liegt mir der neue und dritte Band "Kletterführer Alpen Band III" von Topoguide.de in der Hand. die beiden Autoren Nicole Luzar und Volker Roth haben sich auch beim dritten Band wieder mächtig ins Zeug geschmissen und auf über 600 Seiten werden 280 Touren mit Schwerpunkt im 6ten und 7ten Grad, verteilt über verschiedene Alpenbereiche präsentiert. Es sind neue Touren, die hier präsentiert werden und es gibt keine Doppelungen mit den ersten beiden Bänden.

Jeder Route ist eine Tourenkategorie mitgegeben: Klassiker - Genusstour - Plaisirtour - Sportklettertour.
Im Band III liegt der Geographische Schwerpunkt der Routen im südlichen Bereich des Alpenbogens und dies oft auch in weniger bekannten Gebieten. Dieser Schwerpunkt ergab sich wohl umständehalber durch die weniger stabilen Gutwetterphasen der letzten Jahre in den Zentralalpen.

Hier sollte erklärend erwähnt sein, dass in den Kletterführern sei es Alpen Band I - III oder des Korsikaführers von Topoguide nur Routen aufgenommen werden welche die Autoren auch selbst geklettert sind und es ein eigens angefertigtes Topo gibt. Bei der Vorstellung der Touren wird höchster Wert auf genaue Angaben, exakte Topos und eine genaue Schilderung der Anforderung gelegt.

Klettern in Afrika, Marokko 2014

Anti-Atlas und Todra Schlucht

 

Am Anfang stand ein Anruf irgend wann im Frühjahr von Reinhard "Wir gehen nach Marokko zum Klettern, habt ihr nicht Lust mit zu kommen". Nach kurzer Suche im Internet über die potentiellen Klettermöglichkeiten haben wir uns auf das Anti-Atlas Gebirge geeinigt. Die von Briten verfassten Kletterführer zeigten viele Mehrseillängen im gut strukturierten  Quarzitgestein. An die ungewohnten Schwierigkeitsangaben als Kombination von Buchstaben und Zahlen werden wir uns Vorort gewöhnen und mit dem Hinweis, dass  das Gebiet traditionell erschlossen wurde und keine "bolt clipping area" sei können wir gut leben. Das kennen wir aus den Alpen oder anderen Ecken der Welt.

Und so befinden wir uns Ende September irgendwo auf der Autobahn zwischen Marrakesch und Agadir. Die immer wiederkehrenden Verkehrsschilder, die zum 70 m Abstand auffordern, wirken an der leeren Autobahn deplatziert. Der erste Aufreger wenig später kurz vor Agadir an einer Polizeikontrolle. Wir hatten ein am Straßenrand knapp über dem Erdboden  flüchtig aufgestelltes 30 km/h Schild übersehen. Aber Reinhards Kenntnis über marokkanische Fußballer in europäischen Vereinen reduzierte deutlich die Höhe der Strafe.